Coburg

Waldrich repariert auch in China

Kooperation  Deutsche und chinesische Ingenieure arbeiten zusammen, um in Asien die Verfügbarkeit von Maschinen innerhalb von 24 Stunden zu gewährleisten. Das funktioniert, weil alle notwendigen Ersatzteile in China auf Lager sind.
Artikel drucken Artikel einbetten
Robert Schulz und Liu Haipeng arbeiten eng zusammen, damit Maschinen auch in China ganz schnell repariert werden können.
Robert Schulz und Liu Haipeng arbeiten eng zusammen, damit Maschinen auch in China ganz schnell repariert werden können.
+1 Bild
Coburg/Peking — Vorbei ist die Zeit der langen Flüge zum Kunden. Das Unternehmen Waldrich Coburg bietet einer Pressemitteilung zufolge künftig einen vollumfänglichen Service von Peking ausgehend für die 135 Werkzeug-Maschinen an, die aktuell in China fräsen und schleifen.
Unter dem Label "Waldrich Coburg Machine Tool Maintenance Service (Beijing) Ltd." planen deutsche und chinesische Ingenieure gemeinsam Serviceleistungen bei bereits montierten Maschinen. Darüber hinaus sind sie zuständig für alle Montagen und Inbetriebnahmen aller neuen Maschinen. Mit der Servicegesellschaft garantiert Waldrich laut Mitteilung seinen Kunden eine noch bessere Prozess- und Produktionssicherheit.

Alles in der Landeswährung

Damit verspricht der Coburger Großmaschinenbauer eine schnelle Unterstützung innerhalb von 24 Stunden und garantiert so eine hohe Maschinen-Verfügbarkeit. Alle erforderlichen Ersatzteile seien in China auf Lager. Sämtliche Servicegeschäfte könnten in der Landeswährung RMB abgewickelt werden. Eine schnelle und direkte Kommunikation in der Landessprache garantiere eine enge Kundenbindung.
Zehn Mitarbeiter, darunter auch deutsche Spezialisten, stehen künftig in China für die Werte des Unternehmens Waldrich-Coburg. Langfristig soll von China aus der asiatische Markt aufgebaut und betreut werden. Mit diesem Engagement will sich Waldrich Coburg auch auf die Kultur des Landes und auf die Mentalität der Menschen noch stärker einlassen.
Geschäftsführer Hubert Becker: "Wir kommen in China der Anforderung des Marktes nach, denn die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Der Kunde erwartet einen schnellen Service und ist nicht mehr bereit, einige Tage auf Unterstützung zu warten. Maschinenstillstand bedeutet finanziellen Verlust. Ganz wichtig ist es uns, chinesische Manager frühzeitig in die Geschäftsführung zu integrieren, um das Kundenvertrauen zu stärken und die Kundennähe zu intensivieren."
So wird Liu Zhong Bai die Geschäftsführung, Wang Gang Gu, ehemals Vizepräsident bei Dalian Marine Diesel (DMD), die Managementfunktionen für die Organisation übernehmen. Hans-Joachim Rose kümmert sich um die allgemeine Qualitätsüberwachung und um die Qualitätssteigerung.
Ein Blick in die Statistiken macht deutlich: Zu den baye rischen Exportschlagern zählten in den zurückliegenden Jahren unter anderem Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse; das Handelsvolumen erreichte erneut einen Rekordwert von 313 Milliarden Euro.
Unter den zehn wichtigsten Ausfuhr-Handelspartnern für bayerische Unternehmen rangiert China inzwischen auf Platz 2 hinter den USA. Für Waldrich Coburg ist China vom Geschäftsvolumen her die absolute Nummer 1. Somit sei es nur konsequent, dass das Unternehmen diesen Schritt nach China gegangen ist, heißt es in der Pressemitteilung. red


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren