Höchstadt a. d. Aisch

Vorzeitige Bescherung

Dekan Kilian Kemmer besuchte die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft.
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Dekan Kilian Kemmer (hinten Mitte) verteilte Präsente in der Unterkunft am Lappacher Weg. Foto: privat
Dekan Kilian Kemmer (hinten Mitte) verteilte Präsente in der Unterkunft am Lappacher Weg. Foto: privat
In die Gemeinschaftsunterkunft am Lappacher Weg machten sich Dekan Kilian Kemmer und Kaplan Binu Puthenkunnel auf, um zum Weihnachtsfest die Segenswünsche der Pfarrgemeinde St. Georg zu überbringen. "Wichtiger als Geld oder Sachspenden sind für Sie wohl die Erfahrung von Sicherheit und das Gefühl von sachgerechter Prüfung Ihres Schicksals", meinte Kemmer bei seiner Ansprache an die Flüchtlinge. Den Anschlag von Berlin bezeichnete er als eine erneute Katastrophe der Gewalt. "Weder Einheimische noch ausländische Bewohner, unabhängig von ihrem Status, haben das Recht auf deutschem Boden Gewalt auszuüben.", so Kemmer. Die Bluttat war auch Thema der Gespräche und rief bei allen Unverständnis und Ablehnung hervor. Dekan und Kaplan verteilten an alle 170 Bewohner der Unterkunft das bebilderte, durch eine Initiative des Organisten Harald Matthes erworbene, Weihnachtsevangelium nach Lukas sowie eine Beschreibung weihnachtlicher Bräuche in Deutschland. Auch Gutscheine für das Sozialkaufhaus oder den Lebensmittelpunkt der Laufer Mühle zählten zum Weihnachtspräsent der Pfarrei. Frieden und Sicherheit möglichst überall waren der abschließende Wunsch des Dekans, "so dass niemand mehr freiwillig seine Heimat verlassen muss hinein in eine ungewisse Zukunft". LM

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