Bamberg

Vorgänger der Tapete

Tag des offenen Denkmals (3)   Am 14. September gilt das Hauptaugenmerk im Gärtner- und Häckermuseum der Schablonenmalerei in den ehemaligen Wohnräumen.
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Detail aus der Schablonenmalerei, wie sie im Gärtner- und Häckermuseum zu sehen ist. Foto: Stadt Bamberg
Detail aus der Schablonenmalerei, wie sie im Gärtner- und Häckermuseum zu sehen ist. Foto: Stadt Bamberg
Bamberg — Das Thema Farbe - Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals - spielt nicht nur im Garten des Gärtner- und Häckermuseums eine Rolle: In dem ehemaligen Gärtnerhaus in der Mittelstraße 34 sind auch die Wände der Wohnräume sehenswert. Sie weisen Schablonenmalerei auf.
Heute kennt man diese Form der Wandgestaltung fast nur noch aus der Street Art, die sich nicht selten in der Grauzone zwischen künstlerischer Freiheit und strafbarer Sachbeschädigung bewegt: Aus Folie, Karton, Blech oder ähnlichem wird eine Form ausgeschnitten, als Malgrund auf die Wand gelegt und die ausgeschnittene Fläche mit Farbe besprüht oder bepinselt.

Zeichen des Wohlstands

In der Mittelstraße 34 wohnte die vergleichsweise wohlhabende Gärtnerfamilie Kauer, die von 1890 bis 1895 ihr Vermögen in den Ausbau zum Zweifamilienhaus steckte. Wie die städtische Pressestelle weiter mitteilt, wurden die repräsentativen Schablonenmalereien in allen Räumen des Erdgeschosses - mit Ausnahme von Futterkammer und Stall - originalgetreu rekonstruiert, als das Anwesen 1979 zum Museum umgewidmet wurde.
Am 14. September sind sie Thema zweier Führungen durch Stadtheimatpflegerin Stephanie Eißing und Museumsleiter Hubertus Habel zum Tag des offenen Denkmals. Vorgestellt werden nicht nur die verschiedenen Muster, sondern auch die kulturellen Hintergründe und die technischen Details dieser Gestaltungsform.
Zudem können Besucher mit einer nachgeschnittenen Schablone die Technik selbst ausprobieren und das Ergebnis mitnehmen. red
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