Kronach

Vorbestraft und doch wieder betrogen

von unserer Mitarbeiterin  Franziska Knobloch Kronach — Eine 29-Jährige aus dem Landkreis Kronach ist wegen Betruges in zwei Fällen zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wo...
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von unserer Mitarbeiterin 
Franziska Knobloch

Kronach — Eine 29-Jährige aus dem Landkreis Kronach ist wegen Betruges in zwei Fällen zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dieses Urteil fällte Amtsrichter Markus Läger gestern am Amtsgericht Kronach.
Laut Anklageschrift soll die bereits zweimal wegen Betrug vorbestrafte Frau ihre Zahlungsfähigkeit vorgetäuscht haben, um einen KFZ-Versicherungsvertrag abschließen zu können. Tatsächlich war die Beschuldigte wissentlich bei Vertragsschluss finanziell nicht in der Lage, die fälligen Versicherungsbeiträge zu bezahlen. Der Versicherung entstand durch das Verhalten der Angeklagten ein Schaden in Höhe von rund 135 Euro. Auf die Frage des Richters, warum sie trotzdem den Vertrag abschloss, erklärte die junge Frau, sie sei davon ausgegangen, das Geld von ihren Eltern leihen zu können. Diese weigerten sich jedoch diesmal. Die Tatsache, dass sie Betrag und Mahngebühren letztendlich doch noch beglich, dürfte sich strafmildernd ausgewirkt haben.
Im zweiten Fall hatte die Angeklagte über eine Internetplattform eine Jacke zum Verkauf angeboten. Die 19-jährige Käuferin überwies im Februar den Kaufbetrag, erhielt jedoch nie die Ware, auch nicht auf Androhung rechtlicher Schritte. Daraufhin zeigte sie die Angeklagte an. Diese wiederum erklärte, den Überblick über die zu verschickenden Waren verloren zu haben und sich nicht erinnern zu können, ob sie die Jacke zur Post gebracht habe. Aus dem E-Mail-Verlauf, der dem Richter vorlag, war nicht ersichtlich, ob die Ware abgeschickt wurde.Allerdings sei es verdächtig, dass die Angeklagte vor der Geldüberweisung zügig auf die Nachrichten der Geschädigten antwortete, danach aber fast nicht mehr.
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