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Wallenfels

"Von der Weide auf den Teller" heißt das Motto

Eine positive Bilanz zogen die Mitglieder des Vereins "Weidewelt Frankenwald" in der Hauptversammlung im Gasthaus "Roseneck". Die Züchter betreuen zwölf ver...
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Führungswechsel im Verein Weidewelt Frankenwald: Johannes Fehn (links) übernahm den Vorsitz von Anton Prechtl, der jetzt Zweiter Vorsitzender ist. Foto: K.-H. Hofmann
Führungswechsel im Verein Weidewelt Frankenwald: Johannes Fehn (links) übernahm den Vorsitz von Anton Prechtl, der jetzt Zweiter Vorsitzender ist. Foto: K.-H. Hofmann
Eine positive Bilanz zogen die Mitglieder des Vereins "Weidewelt Frankenwald" in der Hauptversammlung im Gasthaus "Roseneck". Die Züchter betreuen zwölf verschiedene Weiderinderrassen und sorgen für Qualitätsfleisch, das von regionalen Metzgern geschätzt wird. Das Motto laute "Von der Weide auf den Teller", meinte Vorsitzender Anton Prechtl, der bei den Neuwahlen nicht mehr für den Vorsitz kandidierte.


Einstimmiges Votum

Stattdessen schlug er den 38-jährigen Landwirt Johannes Fehn aus Steinbach am Wald vor, der sich über ein einstimmiges Votum freuen durfte. Fehn ist Gründungsmitglied des Vereins und betreibt eine Zucht von ursprünglich aus Frankreich stammenden Limousin-Rindern.
Im Jahr 2011 hatten sich Weiderindbetriebe und Metzger aus der Projektinitiative "Weidewelt Vieh(l)falt im Frankenwald" zu einem Verein zusammengeschlossen. Ihm gehören heute über 40 Metzger, Landwirte, Direktvermarkter und Vertreter des Bundes Naturschutz an. Nach dem Aufbau ordentlicher Strukturen habe man mittlerweile alles in die richtigen Bahnen gelenkt, so Anton Prechtl.
Rebecca Oechslein, die am Landesamt für Umwelt in Hof für Landschaftspflege und Wildtiermanagement zuständig ist, informierte über Präventionsmaßnahmen im Bereich Herdenschutz und richtiges Management in der Mutterkuhhaltung. Der Fokus der Herdenschutzmaßnahmen, die fachlich und finanziell begleitet werden, liegt ihr zufolge auf der Abwehr großer Beutegreifer, zu denen unter anderem auch Wolf, Bär und Luchs zählen. Die Schadensminderung durch die Abwehr von Füchsen, Kolkraben, wildernden Hunden und Wildschweinen sei dabei ein positiver Nebeneffekt.
Bislang befasst sich der Präventionsfonds hauptsächlich mit dem Einsatz und der Erprobung mobiler Elektrozäune sowie der Beratung zum Thema Herdenschutzhunde, erklärte die Referentin. Langfristig sollten aber auch weitere Herdenschutzmaßnahmen getestet werden.
Schriftführerin Andrea Glaßer verlas das Protokoll. Michael Schubert konnte als Schatzmeister von einem erfreulichen Kassenstand berichten. Heinrich Bauersachs bestätigte ihm eine ordentliche Buchführung.
Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Johannes Fehn (Steinbach am Wald), Zweiter Vorsitzender Anton Prechtl (Posseck), Schriftführerin Andrea Glaßer (Ahornberg), Schatzmeister Michael Schubert (Eichenbühl), Beisitzer Michael Porzelt (Seelach), Kassenprüfer Eberhard Kraus (Kronach) und Heinrich Bauersachs (Hof an der Steinach).
Der neue Vorsitzende gab bekannt, dass eine Lehrfahrt geplant ist. Er wünsche sich weiter eine gute Zusammenarbeit mit den Metzgern und Landwirten in der Region. Das Ziel des Vereins sei es, Rindfleisch aus Weidehaltung als ein hochwertiges Naturprodukt zu gewinnen, so Fehn. Die Vielfalt der Rassen bewahre nicht nur die attraktive Kulturlandschaft des Frankenwaldes, sondern liefere auch höchste kulinarische Genüsse. Fehn: "Darauf bauen die Rinderzüchter mit ihren Metzgern und Direktvermarktern aus der Region." eh
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