Kleinsendelbach

Von der Grün für Drummer

Ekkehard Roepert Kleinsendelbach — Sein offizieller Vorname ist Bruno, aber so nennt ihn niemand in Kleinsendelbach: Als Benno Drummer hat er sich seit den ...
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Ekkehard Roepert

Kleinsendelbach — Sein offizieller Vorname ist Bruno, aber so nennt ihn niemand in Kleinsendelbach: Als Benno Drummer hat er sich seit den 80er Jahren einen Namen gemacht in den Vereinen und in der Politik der Gemeinde. Den Spitznamen Benno habe er seit der Schulzeit, sagt der 64-Jährige, der am Mittwoch seine politische Arbeit beenden wird.
Zwischen 1984 und 1990 saß Benno Drummer erstmals für die Dorfgemeinschaft im Gemeinderat. Dann stellte er die politische Arbeit aus beruflichen Gründen hintan - um sich 1996 erneut in den Gemeinderat wählen zu lassen. Zwei Jahre lang, 2007 und 2008, war er sogar als Zweiter Bürgermeister aktiv.
"Ich bin gesundheitlich angeschlagen", sagt Benno Drummer. Mit dieser Begründung habe er auch der Bürgermeisterin Gertrud Werner seinen Rücktritt erklärt. Rückblickend auf sein politisches Engagement sagt Drummer: "Es war wie im richtigen Leben, es gab viele schöne Momente im Gemeinderat, aber manchmal auch wenig erbauliche." Entscheidend sei, dass Kindergarten, Feuerwehrhäuser etc. gebaut wurden. "Es ist viel gemacht worden." Zu seiner eigene Rolle will sich Benno Drummer gar nicht groß äußern: "Ich wollte mitgestalten. Ich war einer von vielen. Es war immer meine Lebenseinstellung, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen."


Die Alten Hasen hören auf

Den Wunsch mitzugestalten, nennt auch Elisabeth von der Grün als Motiv, warum sie bei den vergangenen Wahlen kandidierte. Sie rückt jetzt für Drummer und die Dorfgemeinschaft nach. Am Mittwoch wird Elisabeth von der Grün vereidigt. Den Rückzug Drummers sieht sie auch ein wenig symptomatisch: "Es gibt seit der letzten Wahl einen politischen Generationenwechsel in der Gemeinde, die Alten Hasen hören auf."
Die Bambergerin Elisabeth von der Grün lebt mit ihrer Familie (die drei Kinder sind erwachsen) seit 21 Jahren in Kleinsendelbach - sie ist also im fränkischen Sprachgebrauch eine "Neubürgerin". Sie habe sich bereits vor der Wahl für Themen wie Kinderspielplätze engagiert. "Wenn ich was sehe, wo ich mit anpacken kann, mach ich es gerne", sagt die gelernte Diplomverwaltungswirtin. Daher freue sie sich auf ihre neue Rolle als Gemeinderätin.
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