Burgkunstadt

Vom Lehrerpult in den Chefsessel des Burgkunstadter Rathauses gewechselt

Artikel drucken Artikel einbetten

von unserem Mitarbeiter Bernd Kleinert

Burgkunstadt — Zehn Jahre lang bereitete Christine Frieß als Lehrerin an der Friedrich-Baur-Mittelschule in Burgkunstadt ebenso kompetent wie verständnisvoll junge Menschen auf das Berufsleben vor. Seit 1. Mai ist sie Bürgermeisterin der Schuhstadt. Ihr Arbeitsplatz ist nun nicht mehr das Klassenzimmer, sondern das Rathaus. In einer Feier wurde die beliebte Pädagogin am Wochenende von Schulleitung und Lehrerkollegium verabschiedet.
"Burgkunstadt war schon immer meine Wunschheimat", erklärte Christine Frieß. Dies sei mit ein Grund gewesen, warum sie sich zum 1. August 2004 von Bad Staffelstein an den Obermain versetzen ließ. "Dem Wählerwillen folgend wurdest du jetzt erneut versetzt und zwar von unserer Schule ins Rathaus. Die Wünsche für dich - damals wie heute - bleiben jedoch die gleichen: Freude und Zufriedenheit im neuen Amt", betonte Rektor Alfred Wittmann in seiner Laudatio.

Augenmerk auf Außendarstellung

Der Schulleiter ließ die zehnjährige Tätigkeit der scheidenden Kollegin, die in stellvertretender Funktion zusammen mit Lehrer Wolfgang Siegert lange Zeit die Schule geleitet hat, Revue passieren. Neben der Arbeit mit den Schülern habe Frieß ihr Hauptaugenmerk immer der positiven Außendarstellung der Friedrich-Baur-Mittelschule gewidmet und in vielen Projekten den sozialen Aspekt von Schule und Gesellschaft herausgestellt. "Die Zusammenarbeit mit der Regens-Wagner-Schule war für dich immer besonders wichtig", betonte Wittmann. Für die vielen guten Ideen und ihr segensreiches Wirken im Dienst an Jugendlichen sagte er der Pädagogin ein herzliches Dankeschön. "Das Amt der Bürgermeisterin ist sicher schwierig, es ist aber auch fa-cettenreich und deshalb schön." Der Rektor wünschte ihr für die neuen Aufgaben neben Glück und Ausdauer auch eine gewisse Dickhäutigkeit. Seitens der Schule hoffe man auf "eine gute Zusammenarbeit mit dem Rat-haus, damit es auch in Zukunft heißen kann: In Burgkunstadt sind alle Schularten vertreten". Wittmann überreichte der verdienten Pädagogin zum Abschied Blumen, eine von allen Lehrern unterschriebene Karte sowie ein Präsent, das sie immer an ihr Schaffen an der Friedrich-Baur-Mittelschule erinnern soll.
"Schule und Bildung waren mir schon immer ein Herzensanliegen. Bereits im Kindergarten wollte ich Lehrerin werden", erzählte Christine Frieß. Daher sei ihr auch der Wechsel nicht leicht gefallen: "Ich vermisse die Schüler, die mir ans Herz gewachsen sind, und meine Lehrerkollegen."
Sie hoffe, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Regens-Wagner-Schule, wo junge Menschen mit Behinderung unterrichtet werden, auch nach ihrem Ausscheiden fortgesetzt werde. Ihre Schüler weiß Christine Frieß in guten Händen: "Mit Lehrerin Kristin Bressem hat sich eine tolle Nachfolgerin für mich gefunden". Auch wenn der Ab-schiedsschmerz groß ist, so freut sich die neue Rathaus-Chefin doch auch auf ihre Aufgaben als Stadtoberhaupt. Schülern, Lehrern und Mitarbeitern wünschte sie alles Gute: "Die Stadt als Sachaufwandsträger wird die Friedrich-Baur-Mittelschule nicht aus den Augen verlieren".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren