Laden...
Haßfurt
Dokumentationszentrum 

Vom Leben der Landjuden

Der Lions-Club Haßberge besuchte das Dokumentationszentrum in Kleinsteinach. Die Informationen dort sind ausgezeichnet aufbereitet und gut verständlich.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sehr beeindruckt zeigten sich die Mitglieder des Lions-Clubs Haßberge bei einer Führung durch das Dokumentationszentrum "Jüdische Lebenswege" zum Landjudentum in Kleinsteinach durch Birgt Bayer (hinten, Mitte) vom Trägerverein. Foto: privat
Sehr beeindruckt zeigten sich die Mitglieder des Lions-Clubs Haßberge bei einer Führung durch das Dokumentationszentrum "Jüdische Lebenswege" zum Landjudentum in Kleinsteinach durch Birgt Bayer (hinten, Mitte) vom Trägerverein. Foto: privat
Sehr beeindruckt waren die Mitglieder des Lions-Clubs Haßberge von einem Besuch im Dokumentationszentrum Landjudentum in Klein-steinach. Unter der Führung von Birgit Bayer vom Förderverein des Dokumentationszentrums begaben sie sich auf die Spuren jüdischen Lebens, die in Kleinsteinach besonders sichtbar sind.
Lebenswege werden aufgezeigt in dem Haus direkt neben der Kirche - Lebenswege von Menschen, die einst in Kleinsteinach lebten und den Ort mitprägten. Die jüdischen Mitbürger sorgten dafür, das Kleinsteinach einst ein großes Kaufhaus besaß, das Kunden aus der gesamten Region anlockte.


Rundgang durch das Dorf

Mehrere der Clubmitglieder nahmen sich fest vor, mindestens noch einmal nach Kleinsteinach zu kommen und dann auch den Rundweg durch den Ort zu gehen bis hinaus zum großen jüdischen Friedhof, der immer am ersten Sonntag des Monats von 13 bis 17 Uhr (von März bis November) zugänglich ist. "Da ist etwas Großartiges entstanden", freute sich Hartmut Gehlert, früherer Dekan des evangelischen Dekanates Rügheim, der im Ruhestand zwar in Aschaffenburg lebt, aber nach wie vor regelmäßig zu den Clubtreffen in den Landkreis Haßberge kommt.
Die Originaltöne von Zeitzeugen, der Einblick in das Miteinander von Juden, katholischen und evangelischen Christen über mehrere hundert Jahre hinweg, das ist das Besondere dieser Dokumentation, die durch die Forschungen von Cordula Kappner ideal ergänzt wird.
Das Dokumentationszentrum ist jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon 09526/774 oder 09526/1503). Die Tablets beziehungsweise schriftlichen Unterlagen für den Dorfrundgang können im Dorfladen zu den Öffnungszeiten entliehen werden. Lions-Präsidentin Sabine Weinbeer dankte für die eindrucksvolle Führung und zollte im Namen der Clubmitglieder Respekt den vielen Ehrenamtlichen, die am Aufbau dieses Zentrums mitgearbeitet haben und sich in idealer Weise mit den Wissenschaftlern ergänzten, um dieses Haus zu schaffen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren