Uehlfeld

Voggendorfer müssen wegen maroder Leitungen warten

Mehr als einmal war am Freitag im Uehlfelder Sitzungssaal ein Seufzen zu vernehmen: Noch kein halbes Jahr hat die Erweiterung der Wasserschutzzone der Fernw...
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Mehr als einmal war am Freitag im Uehlfelder Sitzungssaal ein Seufzen zu vernehmen: Noch kein halbes Jahr hat die Erweiterung der Wasserschutzzone der Fernwasserversorgung Bestand und schon zeigen sich Auswirkungen auf die Gemeinde.
Voggendorf, ein kleiner Ortsteil von Uehlfeld, soll dorferneuert werden. Daher hat die Gemeinde vor dem Straßenbau die Kanäle durchleuchten lassen. Wie Manfred Döller vom beauftragten Ingenieurbüro in der Sitzung berichtete, sind bei den Schmutzwasserkanälen "augenscheinlich" keine größeren Schäden vorhanden.
Die "Überraschung" lauerte jedoch im Oberflächenkanal: Die vorhandenen Rohre seien perforiert, das heißt, sie haben Schlitze ähnlich wie Drainagerohre, ließ der Experte hören.
Zwar laufe die wasserrechtliche Genehmigung noch bis Ende 2023, dennoch wolle er nicht beurteilen, ob diese Rohre mit der Wasserschutzrichtlinie zu vereinbaren seien, ja ob sie jemals in dieser Ausführung genehmigt wurden, betonte Döller. Ob sie liegenbleiben können, müsse daher mit dem Wasserwirtschaftsamt geklärt werden.
"In diesem Zustand werden wir keine Straße gebaut bekommen", seufzte Bürgermeister Werner Stöcker. "Das kollidiert mit dem Straßenausbau", stellte auch Werner Heindl fest, der im Amt für Ländliche Entwicklung für die Neugestaltung der Straße zuständig ist.
Für den Fall, dass der Regenwasserkanal erneuert werden müsse, sollte auch gleich die 50 Jahre alte Wasserleitung neu verlegt werden, empfahl Tiefbauingenieur Döller. Die Kosten der beiden Leitungen für Voggendorf schätzt er auf rund 450 000 Euro.
Logische Folge, dass die Frage: "Wer soll das bezahlen, bei so wenigen Anschlüssen?" aufgeworfen wurde. Auch alle Einlaufschächte seien "aufgesetzt" und für den Straßenbau ungeeignet, erklärte Werner Heindl.
Dabei sollte der Straßenausbau in Voggendorf jetzt eigentlich losgehen. "Wir stehen in den Startlöchern", so Heindl. Er habe für Voggendorf in diesem Haushaltsjahr Fördermittel in Höhe von 600 000 Euro zur Verfügung.
Die kann er erst einmal auf Eis legen. Denn die Dorferneuerung in Voggendorf wird sich jetzt verzögern. Beschlussmäßig wurde festgelegt, dass sich der Baubeginn der Ortsstraße mit der Gestaltung der Randbereiche bis Ende 2017 oder Anfang 2018 verschieben kann. Zuvor wird mit der Wasserwirtschaftsbehörde noch einiges zu klären sein. Parallel zu Voggendorf soll die Dorferneuerungsplanung für den Ortsteil Demantsfürth weitergehen. Der Ausbau der Kreisstraße ist bereits abgeschlossen.
Nun stehe als weitere Maßnahme die Dorfstraße ab der Kreuzung Kreisstraße bis ans Ortsende Richtung Voggendorf an, erklärte Heindl. Bevor im nächsten Jahr an den Ausbau gedacht werde, solle - wie in Voggendorf - "geprüft werden was kanalmäßig Sache ist".

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