Gremsdorf

Vier Häuser bedeuten Selbstständigkeit

Seit Ende Februar haben 32 Menschen mit Behinderung in Gremsdorf ein neues Zuhause in vier zusammenhängenden Wohnhäusern gefunden. Das neue Gebäude ist das ...
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Zur Einweihung wurden die prominenten Gäste bereits von den Bewohnern erwartet. Foto: Johannes Salomon
Zur Einweihung wurden die prominenten Gäste bereits von den Bewohnern erwartet. Foto: Johannes Salomon
Seit Ende Februar haben 32 Menschen mit Behinderung in Gremsdorf ein neues Zuhause in vier zusammenhängenden Wohnhäusern gefunden. Das neue Gebäude ist das erste, das sich außerhalb der Einrichtungen der Barmherzigen Brüder befindet. Es liegt inmitten des Gremsdorfer Neubaugebietes in der Bechhofer Straße 11 bis 17. Und das ist kein Zufall.
"Wir wollen ganz bewusst zeigen, dass sich dieses Wohnangebot am vorhandenen Sozialraum orientiert", sagte Geschäftsführer Günther Allinger. So solle dem Inklusionsgedanken Rechnung getragen werden. Die Idee hinter dem neuen Wohnangebot ist außerdem die Förderung der Selbstständigkeit. Das lässt sich nicht nur daran erkennen, dass die Bewohner in Form von 32 Einzelzimmern ihre eigenen vier Wände haben, sondern auch daran, dass neue Herausforderungen im alltäglichen Leben auf sie zukommen. Wäsche waschen, kochen, einkaufen - all diese Aufgaben werden sie meistern müssen, natürlich nicht ohne Unterstützung, aber ein ganzes Stück selbstständiger.


Dank an die Politiker

Nun wurde der Gebäudekomplex von Weihbischof Herwig Gössl auch offiziell eingeweiht. Dafür segnete er einige Kreuze, die in den neuen Räumlichkeiten aufgehängt werden sollen. Anschließend versammelten sich Geistliche, Politiker, Mitarbeiter und Bewohner im Forum, wo Geschäftsführer Allinger und Alexandra Stern als Vertreterin der Bewohner des neuen Wohnhauses eine gemeinsame Rede hielten. Ihr Dank richtete sich unter anderem an den Architekten Albert Kastner, der das 90 Meter lange Gebäude entworfen und behindertengerecht gestaltet hatte. Von den 32 Zimmern sind sechs Zimmer auf Rollstuhlfahrer ausgerichtet. Zur Selbstständigkeit tragen individuelle Schlüssel und eigene Klingeln bei, über die jeder der 23 m² großen Räume verfügt. Insgesamt betrugen die Baukosten für das Projekt 4,7 Millionen Euro. 2,3 Millionen Euro gewährte der Freistaat Bayern als Fördermittel, knapp 400 000 Euro der Bezirk Mittelfranken. Die übrigen 20 Prozent bezahlten die Barmherzigen Brüder selbst. Der Dank von Allinger und Stern galt daher außerdem den Vertretern der Politik.


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