Kulmbach

Vielfältige Aktionen: Kreisjugendring präsentiert Programm für 2017

Der Kreisjugendring (KJR) und die Landkreisjugendarbeit haben das Jahresprogramm 2017 vorgestellt. Es hat das Ziel, sich mit den schönen Seiten des Lebens z...
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In der KJR-Vollversammlung wurde Morena Richter als neue Mitarbeiterin der Landkreis-Jugendarbeit vorgestellt.  Foto: Reißaus
In der KJR-Vollversammlung wurde Morena Richter als neue Mitarbeiterin der Landkreis-Jugendarbeit vorgestellt. Foto: Reißaus
Der Kreisjugendring (KJR) und die Landkreisjugendarbeit haben das Jahresprogramm 2017 vorgestellt. Es hat das Ziel, sich mit den schönen Seiten des Lebens zu beschäftigen und gleichzeitig einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlich relevanter Themen zu leisten. Die bewährten Angebote wolle man dabei auf dem hohen Niveau der Vorjahre halten.
Wie KJR-Geschäftsführer Jürgen Ziegler während der Vollversammlung am Montagabend aufzeigte, hätten sich die Zukunftswerkstätten in mehreren Gemeinden als Erfolg erwiese, weshalb dieses Projekt nun ausgebaut werden solle. Ziegler: "Für die Zukunft ist es nötig, den Gemeinden bei der Projektumsetzung beratend und unterstützend zur Seite zu stehen."
Eine große gesellschaftliche Herausforderung werde auch 2017 die Integration der Flüchtlinge sein. Ziegler: "Gerade die Jugend- und Vereinsarbeit eignet sich hervorragend, um jungen Flüchtlingen den Einstieg in unsere Gesellschaft zu erleichtern. Wir wollen dazu praxisnahe und pragmatische Hilfestellungen geben, Konzepte entwickeln und umfangreiche Informationen bereitstellen."


Umbau in Wirsberg vorantreiben

Ein weiteres Zukunftsthema des KJR ist das Jugendtagungshaus Wirsberg, für dessen Umbau eine umfangreiche Machbarkeitsstudie vorliegt. Jetzt wolle man, so der KJR-Geschäftsführer, ein tragfähiges Finanzierungskonzept erarbeiten.
Inhaltlich will der KJR aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahl 2017 seine jugendpolitischen Aktivitäten ausweiten. Ziel sei es, junge Menschen für ihr demokratisches Grundrecht zu begeistern, so dass sie zur Wahl gehen.
Des Weiteren wies Ziegler auf die hohe Belastung vieler Jugendlicher durch die Schule hin. Deshalb müsse sich die Jugendarbeit künftig stärker als eigenständige Marke etablieren, um genügend Ehrenamtliche zu finden. "Es muss gelingen, den Mehrwert einer aktiven Jugendarbeit besser zu kommunizieren. Denn Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erwerben mit der Jugendarbeit soziale Kompetenzen, die ihnen an anderer Stelle hervorragende Möglichkeiten eröffnen."


Jugendarbeit als Standortfaktor

So etabliere sich die Jugendarbeit laut Ziegler zu einem immer wichtigeren Standortfaktor. "Kommunen, die eine gut aufgestellte Kinder-, Jugend- und Vereinsarbeit besitzen, haben einen großen Standortvorteil, der künftig immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es ist zu hoffen, dass die Jugendarbeit wieder den Stellenwert in Gesellschaft und Politik erhält, den sie verdient."
Das Jahresprogramm des Kreisjugendrings für 2017 stellte Vorsitzende Sabine Knobloch vor, die Aktionen des Kinder- und Jugendkulturzentrums "Alte Spinnerei" präsentierte Stefan Lehner. Einstimmig beschlossen wurde der Haushaltsplan 2017 mit Einnahmen und Ausgaben in einer Höhe von 209 900 Euro. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, obwohl die Zuschüsse der Stadt für das "JUZ" und des Landkreises Kulmbach gleich geblieben sind.
Die höheren Einnahmen begründen sich hauptsächlich damit, dass der Kreisjugendring viele Spenden und hohe Preisgelder erhalten hat.
Dadurch sei auch die erneute Durchführung des "Family-Fun-Festivals", das 2016 auf dem Mönchshof-Geläde stattfand, gesichert.


10 000 Euro Preisgeld

Beim Wettbewerb "Familienfreundliches Oberfranken" wurde der Kreisjugendring mit dem Bayerischen Innovationspreis und einem Preisgeld von 10 000 Euro ausgezeichnet. Gleichzeitig war der KJR auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert und erreichte den achten Platz unter 600 Wettbewerbsbeiträgen.
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