Ebersdorf

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Zwei nicht alltägliche Ehrungen konnten beim Königsessen der Schützengesellschaft Ebersdorf vergeben werden. Sowohl Oberschützenmeister Torsten Spickmann al...
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Ehrungen bei den Ebersdorfer Schützen (von links): Oberschützenmeister Torsten Spickmann, Werner Kulla, Zweite Schützenmeisterin Lisa Eisenwiener, Dritter Gauschützenmeister und Böller-Referent des Gaues Oberfranken-Nord, Hans-Georg Rebhan, Petra Esau, Herbert König, Bürgermeister Bernd Reisenweber und Udo Escher  Foto: Alexandra Kemnitzer
Ehrungen bei den Ebersdorfer Schützen (von links): Oberschützenmeister Torsten Spickmann, Werner Kulla, Zweite Schützenmeisterin Lisa Eisenwiener, Dritter Gauschützenmeister und Böller-Referent des Gaues Oberfranken-Nord, Hans-Georg Rebhan, Petra Esau, Herbert König, Bürgermeister Bernd Reisenweber und Udo Escher Foto: Alexandra Kemnitzer
Zwei nicht alltägliche Ehrungen konnten beim Königsessen der Schützengesellschaft Ebersdorf vergeben werden. Sowohl Oberschützenmeister Torsten Spickmann als auch Bürgermeister Bernd Reisenweber erhielten für ihre Verdienste das Protektoratsabzeichen des Deutschen Schützenbundes (DSB) in Silber.
1974 trat Bernd Reisenweber in den Verein ein, wurde ein Jahr später Jungschützenkönig und holte sich bisher dreimal die Würde des 1. Ritters. "Er ist ein treuer Schützenbruder, Vordenker für manche Idee und Ratgeber für unsere Gesellschaft", führte Torsten Spickmann aus. Bei der Gestaltung von Festen oder dem Königsschießen steuere der Bürgermeister nützliche Ideen und wichtige Beiträge bei. Er vertrete die Gesellschaft bei Preisschießen und unterstütze den Verein bis heute, wo er könne.
Bernd Reisenweber fühlte sich nach der Verleihung zutiefst gerührt und meinte: "Vielen Dank. Es ist eine besondere Ehre, diese Auszeichnung verliehen bekommen zu haben." Als amüsante Begebenheit gab er das erste Maibaum-Aufstellen in Ebersdorf zum Besten, bei dem der Baum von der Dorfjugend umgesägt wurde. Mit Hilfe eines Klappspatens und tatkräftiger Unterstützung von Passanten wurde dieser erneut eingegraben. " Der Baum stand zwar etwas schief, aber er stand und wurde von uns bewacht, denn wir holten unsere Schlafsäcke und übernachteten im Schützenhaus. Es war eine tolle Zeit", erinnert sich Bernd Reisenweber gerne zurück.
Das zweite Protektoratsabzeichen konnte Torsten Spickmann in Empfang nehmen, der zahlreiche Funktionen um den Verein bekleidete. Vom Jugendsprecher über den Jugendleiter und Klein-Kaliber-Pistolenwart fungierte er als Schützenmeister, steht seit 1999 als Trainer zur Verfügung und führt seit 2012 die Gesellschaft als Oberschützenmeister. Seit 1978 ist Werner Kulla in der Gesellschaft aktiv und gehört zu den Mitbegründern der Böllerabteilung. Darüber hinaus half er beim Bau und der Reparatur der Kanone mit. Ihm wurde das Böllerschützenabzeichen in Silber verliehen. Über das silberne Ehrenzeichen des Bezirks Oberfranken im Bayerischen Sportschützenbund konnte sich Petra Esau freuen, die aus einer Schützenfamilie stammt und bis heute zu den treuen Seelen der Gesellschaft zählt. "Sie hat es geschafft, in den 18 Jahren ihrer Mitgliedschaft 16 Jahre ehrenamtliche Ämter auszufüllen", zollte ihr der Oberschützenmeister Anerkennung. Petra Esau kümmert sich nicht nur um die Jungschützen, sondern ist mit ihrem zweiten Amt als Kassiererin ein zentraler Stützpfeiler.
Die Gau-Ehrennadel erhielt Udo Escher, der seit 1998 aktiver Großkaliberschütze in der Gesellschaft ist und viele Einzel- sowie Mannschaftserfolge erzielen konnte. Darüber hinaus engagiert er sich für die 25-Meter-Schießanlage und deren Erhalt. Er kümmert sich um Helfer sowie um die Ausbildung neuer Schützen.
Die gleiche Ehrung ging an Herbert König, der seit 2005 die Mitglieder an den Trainingstagen hervorragend umsorgt. Er ist Vereinswirt und Ansprechpartner rund ums Haus sowie bei Veranstaltungen.
Die Vereinsnadel in Silber nahm Hans-Georg Rebhan in Empfang, der Dritte Gauschützenmeister und Böller-Referent des Gaues Oberfranken-Nord ist. In den 30 Jahren seiner Mitgliedschaft errang er zahlreiche Titel und war bei unzähligen Veranstaltungen aktiv. Geschätzt sind seine handwerklichen Künste. Durch sein Wissen um den Sport und die Geschichte sowie als aktiver Schütze, Böllerschütze und wichtiger Ratgeber in allen Belangen des Sports hat er sich oftmals als eine unentbehrliche Stütze im Verein hervorgetan.
Bei den diesjährigen Meisterschaften waren Einzelschützen wie auch Mannschaften erfolgreich vertreten, die entsprechende Urkunden überreicht bekamen. Unter anderem errangen Benjamin Gräf (Luftpistole, Herren), Torsten Spickmann (Sportpistole KK, Herren), Jürgen Haas (Standardpistole KK) sowie die Herrenmannschaften Luftpistole, Freie Pistole und Sportpistole KK den Gaumeistertitel.
Mario Baderschneider wurde in der Herren-Altersklasse (Sportrevolver 357 magnum) Bezirksmeister. Vier Schützen gingen außerdem bei der bayerischen Meisterschaft an den Start. Dort löste Mario Baderschneider das Ticket für die deutsche Meisterschaft und belegte dort den 17. Platz. Aufgrund der Mannschaftsbildung traten Karin Barth und Karin Eckardt für die SG Tell Neubau im Luftgewehr, Auflage Seniorinnen C, an. Im Einzel wurde Karin Barth mit 299 Ringen deutsche Vizemeisterin und Karin Eckardt, die ebenfalls 299 Gesamtringe erzielte, Siebte.
Alexandra Kemnitzer

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