Ebersdorf

VfL kam wieder unter die Räder

Fussball-Bayernliga  Die Frohnlacher mussten auch in Regensburg ihrem kräftezehrenden Existenzkampf Tribut zollen. Am Ende gelang Özdemir zumindest der versöhnliche Ehrentreffer zum 1:4-Endstand. Bereits zur Pause stand es 0:4.
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von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Frohnlach/Regensburg — Die Partie zwischen der Profi-Reserve des SSV Jahn Regensburg und des VfL Frohnlach war bei einer 4:0-Halbzeitführung für die Platzherren schnell entschieden. Zu einem erneuten Debakel für die Frohnlacher kam es aber nicht, denn im zweiten Durchgang rissen sich die Schützlinge von VfL-Trainer Stefan Braungardt am Riemen und gewannen diese Hälfte sogar mit 1:0 - Endstand: 4:1 für den Favoriten.
Es wurde erneut deutlich, dass die "Blau-Weißen" dem kräftezehrenden, aber erfolgreichen Existenzkampf in der Bayernliga Tribut zollen müssen.

Vorentscheidender Doppelpack

Gegen die unaufmerksame Gästeverteidigung setzte sich Hadziresic durch und drosch die Kugel aus gut 14 Metern in den Winkel (10.). Während die Braungardt-Schützlinge weiter nur langsam in die Gänge kamen, stellten die Hausherren die Weichen per Doppelpack schnell auf Heimsieg. Zunächst köpfte Kapitän Karg eine Ecke von rechts ein (15.), ehe Hoffmann gleich darauf eine weitere Unzulänglichkeit in der VfL-Defensive ausnutzte, um das Spielgerät an der Strafraumgrenze querzulegen, so dass Ammer flach unten links vollenden konnte (16.).
In der verbleibenden Spielzeit des ersten Abschnitts plätscherte die Partie zumeist vor sich hin, obgleich die größere Torgefahr auch weiterhin von den jungen Jahn-Kickern ausging. Das 4:0 fiel daher folgerichtig noch vor der Pause, als Jünger von einem Ballverlust im Mittelfeld profitierte, um allein auf Schlussmann Hempfling zuzusteuern, der gegen den Abschluss des Angreifers machtlos war (37.).
Die Gastgeber, die im Vorfeld der Auseinandersetzung bereits angekündigt hatten, dass sie die Rechnung begleichen wollten, die die Frohnlacher ihnen bei der deutlichen 5:1-Hinspielniederlage präsentiert hatten, waren so zum Zeitpunkt des Seitenwechsels schon auf dem besten Weg, dieses Vorhaben tatsächlich in die Tat umzusetzen.

"Vogelwilde" VfL-Deckung

Allerdings begünstigte die teilweise vogelwild agierende Froh nlacher Deckung diese Mission auch entsprechend, weshalb die Dzepina-Elf im direkten Vergleich bis dato sogar souverän in Front hätte liegen können, hätten Hoffmann und Hadziresic ihre Möglichkeiten konsequenter verwertet.
Nicht zuletzt aber weil die Domstädter im zweiten Abschnitt ihren Vorsprung vor allem verwalten wollten, kamen Bulat und Co. besser in die Begegnung, jedoch ohne dabei die ganz große Vehemenz an den Tag zu legen. Zusätzliche Spannung entwickelte sich erst, nachdem Hadziresic im Strafraum zu Fall kam und vergeblich auf den Pfiff des Referees wartete, was ihn zu einer unangemessenen Bemerkung bewog, die Ben-Erik Salb aus München mit dem Roten Karton ahndete (61.).
Einen Freistoß von Güngör entschärfte SSV-Torsteher Wagner jedoch genau so (54.), wie einen Schlenzer von Özdemir (63.). Während ansonsten für die "Blau-Weißen" zunächst nur eine Serie von Ecken heraussprang, fand Autsch dann den durchgestarteten Özdemir mit einem langen Pass, was der 25-Jährige im Alleingang zum Anschlusstreffer nutzte (71.).
In Überzahl bemühten sich die Oberfranken in der Schlussviertelstunde zwar weiterhin um etwas Ergebniskosmetik, welche die Regensburger jedoch geschickt zu vereiteln wussten, so dass die Frohnlacher spätestens am Sechzehner mit ihrem Latein am Ende waren und so für die Gäste nicht mehr als eine deutliche Feldüberlegenheit heraussprang.
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