Frohnlach
Fussball-Bayernliga Nord 

VfL gibt die Rote Laterne endlich ab

Traumstart der Frohnlacher beim 5:1-gegen die insolvente Truppe vom FC Eintracht Bamberg.
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Im letzten regulären Bayernliga-Heimspiel der laufenden Saison erwischten die Hausherren beim 5:1-Sieg gegen den FC Eintracht Bamberg einen echten Traumstart! Auf Vorarbeit von Hartmann war es der sich seit Wochen in Torlaune präsentierende Pflaum, der für die frühe Führung der Braungardt-Schützlinge sorgte (3.).
Im gleichen Tempo ging es weiter, als die auf diesem Niveau insgesamt zu unerfahrene, zwischenzeitlich verbliebene Bamberger Mannschaft den von Hartmann und Pflaum in Szene gesetzten Wagner nur regelwidrig im Strafraum stoppen konnte. An den Elfmeterpunkt trat der nach überstandener Verletzung in die VfL-Anfangsformation zurückgekehrte C. Beetz, der Nawrat im Gehäuse der Domstädter gewohnt eiskalt ein weiteres Mal keine Chance ließ.
Auch weil der von ihm aus gesehen linke Pfosten den Routinier im FCE-Tor bei einem Wagner-Abschluss rettete (16.) sowie Hartmann in Folge eines Fehlers des Eintracht-Keepers mutterseelenallein am leeren Kasten vorbeischoss (24.) und McCullough aus der Drehung wenige Meter vor Nawrat sein Visier zu hoch eingestellt hatte (28.), blieb es trotz bester Einschussgelegenheiten bis zum Pausenpfiff bei der Zweitoreführung der gastgebenden Frohnlacher.
Während die Blauweißen die Violetten vor dem Seitenwechsel zwar unnötigerweise langsam besser in die Partie hatten kommen lassen, waren es zu Beginn des zweiten Abschnittes erneut die Einheimischen, die durch Werner blitzschnell auf 3:0 erhöhten (47.). Obwohl sich Baier (57.), Werner (60.) sowie Pflaum (68.) schon einige aussichtsreiche Möglichkeiten boten, den von Ljevsic markierten Anschlusstreffer (50.) umgehend zu kontern, stellte erst Wagner den alten Abstand wieder her (71.).
Die Gegenwehr der Skarabella-Truppe war endgültig gebrochen, so dass sich den Hausherren nun Chance um Chance auftat, von denen aber lediglich der eingewechselte Knie eine zum Endstand von 5:1 nutzte (73.). In Summe hätten die Braungardt-Schützlinge dieses ungleiche Oberfrankenderby noch wesentlich höher gewinnen können.
Der Lohn war der ersehnte Sprung auf Schleuderplatz 16 und ein enormer Schub fürs eigene Selbstvertrauen. Abgesichert ist die Relegationsteilnahme der Frohnlacher damit allerdings noch nicht, da die Domstädter im Falle einer eigenen Qualifikation wohl Pro forma ebenfalls zu diesen K.o.-Duellen antreten würden, weil das von den FCE-Verantwortlichen beantragte Insolvenzverfahren voraussichtlich erst am 31. Mai eröffnet werden wird. Ein Szenario, dass es aus VfL-Sicht tunlichst mit einem Punktgewinn in Weiden zu verhindern gilt, soll doch die Ära des bereits verabschiedeten Spielersextetts um den zuvor verletzungsbedingt ausgewechselten Tevin McCullough (Ziel unbekannt), den unter der Woche erfolgreich am rechten Knie operierten Yannick Teuchert (Bosporus Coburg), den zukünftig in die Regionalliga aufsteigenden Jonas Hempfling (SpVgg Bayreuth), den Frohnlach erneut nach nur einem Jahr den Rücken kehrenden Sebastian Wagner (Ziel unbekannt) sowie den scheidenden Defensivspezialisten Alexander Eckert (DJK Don Bosco Bamberg) und dem unglaubliche 13 Jahre den VfL hervorragend repräsentierenden, von Bord gehenden Kapitän Sinan Bulat (TBVfL Neustadt/Wildenheid) keinesfalls mit dem Direktabstieg enden.
Gleiches gilt jedoch aber auch für die Urgesteine auf der Trainerbank, Stefan Braungardt (Ziel unbekannt), Alexander Weber (FC Kupferberg) und Holger Stummer (Ziel unbekannt), die in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu den absolut prägenden Gesichtern des Vereins zählten. Auch denen wünschte die Vorstandschaft den finalen Klassenerhalt.
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