Kronach

Verschiedene Pläne für den Notfall

von unserem Redaktionsmitglied  Corinna Igler Kreis Kronach — Was passiert, wenn Kronach plötzlich 200 bis 300 Flüchtlinge aufnehmen muss? Dafür gibt es einen Notfallplan. Zwar wei...
Artikel drucken Artikel einbetten
von unserem Redaktionsmitglied 
Corinna Igler

Kreis Kronach — Was passiert, wenn Kronach plötzlich 200 bis 300 Flüchtlinge aufnehmen muss?
Dafür gibt es einen Notfallplan. Zwar weiß niemand, so Bernd Graf, Sprecher des Landratsamtes, ob dieser eintritt, doch muss jeder Landkreis beziehungsweise jede kreisfreie Stadt eine solche Notfallplanung der Regierung vorlegen.
"Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile sind wir zu dem Ergebnis gekommen, in einem solchen Fall die Dreifachturnhalle am Schulzentrum zu wählen", erklärt Graf. Natürlich hätte das auch Nachteile für den Schulbetrieb, räumt er ein. Allerdings gebe es auch Gründe, die dafür sprechen, die Flüchtlinge beispielsweise nicht auf verschiedene Kommunen aufzuteilen. Als Beispiel führt er an, dass zentrale Einrichtungen, die für die Flüchtlinge von Bedeutung sein könnten, wie das Krankenhaus, in Kronach sind.

Kurzzeitige Überbrückung

Zudem gibt es bei der Flüchtlingsaufnahme eine sogenannte Dreistufigkeit, was die Unterbringung angeht. In Stufe eins wären die Flüchtlinge etwa fünf bis sechs Wochen an dem jeweiligen Standort, in diesem Fall in der Dreifachturnhalle. Das heißt, für die Schulen ginge es um eine kurzzeitige Überbrückung, was den Sportunterricht betrifft. "Alle Beteiligten sind in Kenntnis gesetzt über den Notfallplan und müssten, wenn der Notfall tatsächlich eintreffen sollte, damit umgehen."
Graf betont zwar, dass es bei der Aufnahme von Flüchtlingen in einer Größenordnung von 200 bis 300 keine Alternative zur Dreifachturnhalle gäbe. Sollte es sich allerdings um die Aufnahme von lediglich 50 bis 100 handeln, werden derzeit gerade verschiedene Möglichkeiten geprüft, so dass man dann nicht die Dreifachturnhalle belegen müsste. Welche Unterkünfte im Landkreis für eine Größenordnung von 50 bis 100 Flüchtlinge aber in Frage kämen, konnte er gestern noch nicht definitiv sagen. "Das wird gerade geprüft", erklärte er.
Ein solcher Notfallplan hat übrigens nichts mit der wöchentlichen Aufnahme von Flüchtlingen zu tun. Das wöchentliche Kontingent beträgt für den Landkreis Kronach sieben Flüchtlinge.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren