Bad Staffelstein

VdK erstritt fast 220 000 Euro für Mitglieder

Bad Staffelstein — Zur Jahresabschlusstagung des VdK-Kreisverbandes Lichtenfels trafen sich die Vertreter der 24 Ortsverbände in der Peter-J.-Moll-Halle von Bad Staffelstein. Der V...
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Der VdK-Kreisvorsitzende Heinz Wittmann Foto: Alfred Thieret
Der VdK-Kreisvorsitzende Heinz Wittmann Foto: Alfred Thieret
Bad Staffelstein — Zur Jahresabschlusstagung des VdK-Kreisverbandes Lichtenfels trafen sich die Vertreter der 24 Ortsverbände in der Peter-J.-Moll-Halle von Bad Staffelstein.
Der VdK-Kreisvorsitzende Heinz Wittmann ging auf einige herausragende Ereignisse des vergangenen Jahres ein. Da eine große Herausforderung unserer Gesellschaft das Thema "Pflege" sei, hatte der Sozialverband VdK das Jahresmotto "Große Pflegereform - jetzt" ausgegeben. Auf Kreisebene war man im April mit einem Infostand auf dem Lichtenfelser Marktplatz vertreten und im Mai organisierte man im Verbund mit den anderen oberfränkischen Kreisverbänden eine große Podiumsdiskussion in Neukenroth, an der unter anderem die Landes- und Bundesvorsitzende Ulrike Mascher teilnahm. Im Juni habe sich der Kreisverband an dem erstmals bayernweit ausgerufenen "Tag der offenen Tür" beteiligt und die Türen der Kreisgeschäftsstelle für interessierte Besucher geöffnet.

Anwalt der Schwachen

Der VdK nehme täglich den Kampf gegen Ungerechtigkeit auf und sei als Anwalt der Sozialschwachen für alle Generationen, auch für die jungen Menschen, da, betonte der Kreisvorsitzende. Nach dem Motto "Zukunft braucht Menschlichkeit" kämpfe der VdK vor allem für die Rechte der Sozialschwachen, Behinderten, chronisch Kranken und pflegebedürftigen Menschen.
Im Hinblick auf die VdK-Kampagne für eine bessere Pflegeversicherung hob der Kreisvorsitzende auch die vom VdK eingereichte Verfassungsbeschwerde für menschenwürdige Bedingungen in Pflegeheimen hervor.
Der VdK-Kreisgeschäftsführer Peter Groh stellte in seinem Bericht den hohen Stellenwert der Mitgliederbetreuung im Kreisverband und den 24 Ortsverbänden heraus. So seien in der Kreisgeschäftsstelle in Lichtenfels 1787 Beratungen durchgeführt, 666 Anträge gestellt und in 216 Widerspruchs- und 63 Klageverfahren vertreten worden. Dadurch konnten für die Mitglieder 219 422 Euro erstritten werden.
Die Mitgliederzahl im Kreisverband sei mit 5745 weitgehend konstant geblieben, da den 336 Neuaufnahmen etwa gleich viele Abgänge durch Sterbefälle, Austritte und Ummeldungen gegenüberstanden.
Die Sammlung "Helft Wunden heilen" habe auf Kreisebene 14 381 Euro erbracht. Mit den Spendengeldern werden unter anderem Ferienaufenthalte für schwerstbehinderte Kinder, die Betreuung chronisch Kranker und pflegebedürftiger Menschen und Beihilfen für in Not geratene Mitmenschen finanziert. Es werde aber immer schwieriger Sammler zu finden. Die Kreisgeschäftsstelle werde auch weiterhin alles tun, um den Mitgliedern zu ihrem Recht zu verhelfen. Sehr gut werde auch die Internetseite angenommen.
Sehr aktiv waren auch die Frauen im VdK-Kreisverband, wie aus dem Bericht der Kreisfrauenvertreterin Sylvia Heib hervorging. So hätten sich die Ortsbetreuerinnen und ihre Stellvertreterinnen im April und im November zu Informationsveranstaltungen im Bezirksklinikum Obermain bzw. im Landratsamt getroffen und im Juli an einem dreitägigen Seminar in der Franken-Akademie zum Thema "Die Zukunft des Sozialstaates" teilgenommen.
Susanne Lutter, die Vertreterin der jüngeren Mitglieder im Kreisverband, nannte in ihrem Rückblick als herausragende Ereignisse die Mehrtagesfahrt nach Dresden im April, eine Wanderung zum Staffelberg im Mai, das Sommerfest in Unterlangenstadt mit Fischessen im Juni, der Besuch des Altstadtfestes in Burgkunstadt im Juli und des Lichtenfelser Korbmarktes im September sowie die Tagesfahrt nach Naumburg im Oktober.

Kurhäuser geschlossen

Der VdK-Bezirksgeschäftsführer Roland Sack informierte über die aktuellen Zahlen auf Bezirksebene. So habe sich die Mitgliederzahl in Oberfranken zum 31.12.2014 gegenüber dem Vorjahr leicht um 189 auf 88 035 erhöht. Der VdK Bayern wolle sich künftig noch stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren, wie die soziale Beratung und die sozialpolitische Interessenvertretung seiner Mitglieder, weshalb aus wirtschaftlichen Gründen die verbandseigenen Kur- und Erholungshäuser geschlossen wurden, stellte Roland Sack fest. Alfred Thieret



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