Kronach

VdK-Kritik an der Bahn

Der VdK-Ortsverband Kronach will mit seinen 579 Mitgliedern die Barrierefreiheit in der Stadt Kronach weiter forcieren. Dabei baut man auch auf die Zusammen...
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Der VdK-Ortsverband Kronach will mit seinen 579 Mitgliedern die Barrierefreiheit in der Stadt Kronach weiter forcieren. Dabei baut man auch auf die Zusammenarbeit mit der "Seniorengemeinschaft Kronach Stadt und Land" und mit dem Seniorenbeirat der Lucas- Cranach- Stadt Kronach, so der Ortsverbandsvorsitzende Heinz Hausmann bei der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus Kronach.


Barrierefrei, aber kein Zug

Unverständnis herrscht beim OV-Vorsitzenden über die Deutsche Bahn. Der Kronacher Bahnhof sei sehr unfreundlich und ungeeignet für Menschen mit Gehbehinderung. Dabei wäre es so einfach, wenn auf Gleis eins, das völlig barrierefrei vom Bahnhofsgebäude zum Gleisanschluss am Bahnsteig erreichbar ist, ein Zug halten dürfte. Es sei unerklärlich, warum das Gleis nicht für Personenzüge genutzt wird, so Hausmann. Er sieht aber trotzdem Licht am Ende des Tunnels, weil zumindest laut DB der Bahnhof Kronach in seinem barrierefreien Ausbau Vorfahrt vor anderen, wie zum Beispiel dem Kulmbacher Bahnhof, haben soll.
Hausmann erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht, dass der VdK-OV in diesem Jahr 70-jähriges Bestehen habe. Er sei vor 70 Jahren als Folge von Kriegswunden von und für Kriegerwitwen und Kriegsbeschädigte gegründet worden. Noch heute leben einige Mitglieder als Zeitzeugen aus der Gründerzeit unter uns, sagte der Vorsitzende. Sein Einsatz als Stadtrat gelte einem Buch, in dem alle Kronacher erfasst sind, die im Krieg ihr Leben lassen mussten, dieses Gedenkbuch soll in Kürze ausgelegt werden.
Die Vorsitzende der Seniorengemeinschaft Kronach Stadt und Land, Bianca Fischer-Kilian, stellte das Erfolgsmodell vor. Nur sieben Jahre nach der Gründung habe man über 833 Mitglieder und werde sich daher um einen geeigneten, barrierefreien Versammlungsraum bemühen müssen. Kern des Vereins ist eine starke Gemeinschaft, in der sich die Mitglieder in der Gestaltung und Bewältigung ihres Alltags durch gegenseitige Dienstleistungen unterstützen. Dienstleistungen werden zu günstigen Stundensätzen vermittelt. Alle Tätigkeiten sind gleichwertig. Mitglieder können sich durch eigene Dienstleistungen eine zusätzliche Vorsorge für das eigene Alter aufbauen.


Thema Verkehrssicherheit

Die Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Kronach, Hanni Wachter , berichtete von vielfältigen Wünschen der älteren Mitbürger, die von abgesenkten Gehsteigen und behindertengerechten Parkplätze bis zu barrierefreien Arztpraxen reichen. Im Juni sind Besuche in Tagesstätten geplant, um sich ein Bild über Betreuungsmöglichkeiten zu machen. Auch die Verkehrssicherheit mit praktischen Fahrübungen werde aufgrund der Nachfrage in Zukunft eine große Rolle spielen. eh
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