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Forchheim

Urteil im Totschlag-Prozess wohl Ende Mai

Im Prozess wegen einer Messerattacke in einer Forchheimer Asylunterkunft wird das Landgericht Bamberg das Urteil wahrscheinlich am Montag, 30. Mai, sprechen...
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Im Prozess wegen einer Messerattacke in einer Forchheimer Asylunterkunft wird das Landgericht Bamberg das Urteil wahrscheinlich am Montag, 30. Mai, sprechen. Am vierten Verhandlungstag kam lediglich noch ein Zeuge zu Wort, der mit dem Angeklagten in dem Flüchtlingsheim gewohnt hatte. Nach jetzigem Stand ist kein weiterer Sitzungstermin geplant.
Der Zeuge sagte aus, dass sich der Beschuldigte, ein 34-Jähriger aus dem Kosovo, in der Unterkunft stets korrekt verhalten habe. "Er war immer gut zu uns." Obwohl man aus unterschiedlichen Ländern stamme, habe man sich gut verstanden.
Warum der Angeklagte im Oktober 2015 einen anderen Flüchtling mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat, könne er sich nicht erklären. Auch das Opfer habe ihm gegenüber die Hintergründe der Tat nicht aufklären können: "Er sagte, dass es keinen Grund gab."
Der Zeuge war vor allem wegen eines Gespräches während einer Busfahrt geladen worden. Ein Landsmann des Angeklagten hatte vor Gericht ausgesagt, dass ihm der Zeuge dabei von einem Angebot berichtet hatte. Demnach soll das Opfer 3000 Euro verlangt haben, damit es vor Gericht nicht gegen den 34-Jährigen aussagt.
Der Zeuge bestritt dies: "Ich habe von so einem Angebot nie gehört und das nicht erzählt." Er habe im Bus "mit Händen und Füßen" berichtet, dass es ihm nicht gutgehe, weil er seine Familie aus finanziellen Gründen nicht nach Deutschland holen könne: "Das hätte mich 3000 Euro gekostet." chp

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