Coburg

Urologen starten Themenwoche Hodenkrebs

Mit zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen wollen Urologen männliche Heranwachsende und junge Männer über die Risikofaktoren für Hodenkrebs und die ...
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Walter Ludwig Strohmaier
Walter Ludwig Strohmaier
Mit zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen wollen Urologen männliche
Heranwachsende und junge Männer über die Risikofaktoren für Hodenkrebs und die Früherkennung mittels regelmäßiger Selbstuntersuchung aufklären. Dafür hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) in Kooperation mit dem Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) eine Reihe von multimedialen Aktionen vorbereitet, die während einer Urologischen Themenwoche Hodenkrebs vom 27. bis 31. März für das Thema sensibilisieren sollen.
Auch Chefarzt Prof. Walter Ludwig Strohmaier von der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikums Coburg unterstützt laut einer Pressemitteilung die Themenwoche und wird auf die Wichtigkeit solcher Aktionen hinweisen. "Gerade junge Männer sind oft sehr vorsorgescheu, weshalb es wichtig ist, auf das Thema Hodenkrebs aufmerksam zu machen", so Prof. Strohmaier. Zwar sei Hodenkrebs mit knapp 5000 Neuerkrankungen pro Jahr insgesamt eine eher seltene Krebserkrankung. In der Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen stelle er jedoch den häufigsten Tumor dar. Ein besonderer Risikofaktor sei dabei ein Hodenhochstand in der Kindheit. Aus diesem Grund ist vor allem bei jungen Männern die Früherkennung durch Selbstuntersuchung wichtig, besonders da es keine klassische Früherkennungsuntersuchung gibt. "Durch Abtasten der Hoden, beispielsweise beim Duschen, können Verhärtungen und Vergrößerungen selbstständig erkannt werden", erklärt Prof. Strohmaier. Stellt der Mann dabei Unregelmäßigkeiten fest, sollte ein Urologe aufgesucht werden, der durch eine Ultraschalluntersuchung Gewissheit verschaffen kann.
"Generell gilt: Seien Sie aufmerksam und haben Sie keine Angst vor dem Arztbesuch", rät Prof. Strohmaier. Hodenkrebs sei eine der wenigen Krebserkrankungen, bei denen auch nach der Streuung des Tumors eine vollständige Heilung möglich sei. Doch wie die meisten Erkrankungen könne auch Hodenkrebs umso besser behandelt werden, je früher er entdeckt wird. Um darauf hinzuweisen und das generelle Bewusstsein für das Thema zu wecken, geht die DGU in der letzten Märzwoche mit jeder Menge Informationen offensiv ins Netz und in die neuen Medien.
Los geht es an Tag 1 der Urologischen Themenwoche Hodenkrebs mit dem Launch der eigens entwickelten Webseite www.hodencheck.de, tags drauf startet ein Video-Clip auf YouTube. An Tag 3 der Hodenkrebswoche klären Experten in Video-Interviews im Netz über Risikofaktoren, die Selbstuntersuchung und das Zweitmeinungsprojekt Hodentumor auf. Tag 4 der Themenwoche gehört
einer Online-Graffiti-Aktion. Ein Experten-Chat gibt der Zielgruppe am fünften Tag zwischen 14 und 16 Uhr schließlich Gelegenheit, auf der Homepage der Deutschen Urologen unter www.urologenportal.de eigene Fragen an die Spezialisten zu richten. Alle Informationen, die mit der Urologischen Themenwoche Hodenkrebs von der DGU und dem BDU an den Start gebracht werden, bleiben auch nach der Aktion für die Zielgruppe online verfügbar. red
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