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Unterschriftenaktion "Bayern braucht Bauern" läuft an

Genuss und Lebensart sind in der Region untrennbar mit der Arbeit der Bäuerinnen und Bauern verbunden. Wer zu den Produkten von den heimischen Bauernhöfen g...
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Genuss und Lebensart sind in der Region untrennbar mit der Arbeit der Bäuerinnen und Bauern verbunden. Wer zu den Produkten von den heimischen Bauernhöfen greift, bekommt beste Qualität, die Lebensmittel stehen für kurze Wege und nachhaltige Produktion, schreibt der Bayerische Bauernverband (BBV) in einer Pressemitteilung.


Lebensmittel zu Ramschpreisen

"Doch im Kampf um Marktanteile verschleudern die großen Handelskonzerne Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Co. immer öfter Lebensmittel zu Ramschpreisen. Das ist ein Grund dafür, dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte seit Wochen am Boden liegen", kritisiert Michael Bienlein, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes. "Damit wird die bäuerliche Landwirtschaft in der Region ruiniert. Doch dieses Problem geht keineswegs nur uns Bauern etwas an: Schließlich steht viel mehr auf dem Spiel als die regionale Lebensmittelerzeugung. Es geht um gutes Essen, um unsere Landschaft, um Heimat. Bayern braucht Bauern!"


Viele Verbände machen mit

Darauf macht jetzt das "Bündnis für Bayern", ein Zusammenschluss von Verbrauchern, Verbänden und Vermarktungsorganisationen, mit einer gemeinsamen Unterschriftenaktion (www.bayern-braucht-bauern.de) aufmerksam. Zum Start der Aktion sind unter anderem schon mit dabei: der Bayerische Bauernverband, der VerbraucherService Bayern, die bayerischen Landfrauen, die Bayerische Jungbauernschaft und der Landesverband Bauernhof- und Landurlaub in Bayern.


Fünf zentrale Forderungen

Auch Michael Bienlein sammelt gemeinsam mit Landwirten und Unterstützern möglichst viele Unterschriften aus der Region. "Nur wenn Verbraucher und Bauern zusammenhalten, können wir die Qualität unserer Lebensmittel und die Vielfalt in der Landwirtschaft Bayerns erhalten. Was wir brauchen, ist ein Umdenken an der Ladentheke und Unterstützung für regionale Erzeuger", sagt Michael Bienlein.
Die fünf zentralen Forderungen lauten:
• regionale Lebensmittelerzeugung durch Bayerische Verfassung sichern
• Verbot von Rabattaktionen bei Grundnahrungsmitteln
• kartellrechtliche Maßnahmen gegen Übermacht der großen Handelskonzerne
• stärkere Unterstützung für bayerische Erzeugerorganisationen
• klare Kennzeichnung von bayerischen Lebensmitteln
Die Unterschriften sollen an den bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben werden, um gesetzliche Änderungen einzufordern. Ab sofort kann jeder unter www.bayern-braucht-bauern.de online unterschreiben. Hier gibt es auch Unterschriftenlisten sowie weitere Infos zu den Forderungen und zum "Bündnis für Bayern".
Alle Materialien gibt es auch auf der Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbandes in Bad Staffelstein. red

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