Forchheim

Unter Wasser bei den Fischen und Korallen löst sich der Stress in Luft auf

von unserer Mitarbeiterin Sylvia Hubele Forchheim — Während man beim Schnorcheln noch völlig abhängig vom Wellengang ist, schwebt der Taucher frei im Wasser und wird eins mit den T...
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Ein Octopus auf dem Grund des Meeres  Foto: p
Ein Octopus auf dem Grund des Meeres Foto: p
von unserer Mitarbeiterin Sylvia Hubele

Forchheim — Während man beim Schnorcheln noch völlig abhängig vom Wellengang ist, schwebt der Taucher frei im Wasser und wird eins mit den Tieren - so schwärmt Sylvana Egelseer. Wer jemals einem grün-goldenen Hecht im Süßwassersee begegnet, weiß, wie schön das Abtauchen sein kann. Sämtlicher angestauter Stress bleibe sprichwörtlich an der Oberfläche.
Zwar ist die Artenvielfalt in den tropischen Gewässern größer, doch auch hiesige Seen bieten viel Schönheit unter Wasser. Die nächsten Gewässer, in denen sie tauchen können, befinden sich für die Forchheimer Sporttaucher in der Nähe von Leipzig, Augsburg oder München, erzählt Stephan Müller.
Diese Unterwasserlandschaften bergen eine Schönheit, die sich dem Betrachter, der nur von außen auf sie blickt, wenig erschließt. So entdeckte er in einem renaturierten Kiessee bei Augsburg die dort eingesetzten Störe, wie sie den Sand vom Boden durch ihre Kiemen bliesen. Ein anderer Taucher aus dem Verein entdeckte einen handtellergroßen Süßwasserkrebs, neckte ihn nur ein wenig, doch dieser ging gleich zum Angriff über.
Die Ruhe, die unter der Wasseroberfläche herrscht, hilft ihr dabei, dass sie beim Abtauchen alles hinter sich lassen kann, erzählt Sylvana Egelseer. Sie findet im SSV Forchheim nicht nur Gleichgesinnte, mit denen sie ihr Hobby teilen kann, sondern sie konnte hier in Ruhe ihre Tauchausbildung absolvieren: "Hier haben sich die Ausbilder genügend Zeit für alle genommen. Und die Ausbildung dauert so lange, bis man es kann", konstatiert sie.
Das Schweben im Wasser sei zwar mitmilfe der Tarierweste relativ einfach, müsse dennoch eine ganze Weile geübt werden. Während sich die Lungen beim Einatmen mit Luft füllen, würde der Taucher ein wenig aufsteigen - und muss das entsprechend lernen, wieder auszugleichen.

Orientierung unter Wasser

Für die Orientierung unter Wasser ist ein Kompass unabdingbar. Besonders in den Seenland-schaften geht es kaum ohne diesen, während man sich in den tropischen Küstengewässern auch an den Riffen oder dem Stand der Sonne orientiert, erklärt Müller.
Die Entfernung, die von den Tauchern zurückgelegt wird, bemisst sich nach dem Verbrauch der Luft in den Druckluftflaschen. In einer Flasche mit einem Fassungsvermögen von zehn Litern befinden sich bei einem Druck von 200 Bar immerhin 2000 Liter Atemluft.
Je nachdem, wie viel Luft der jeweilige Taucher braucht, reicht diese Menge für eine Tauchzeit zwischen zehn Minuten bis zu einer Stunde. Getaucht wird nie alleine, sondern immer in Gruppen - mindestens aber zu zweit.
Die ganze Gruppe richtet sich immer nach dem Schwächsten, so ist die notwendige Sicherheit immer gewährleistet. Und das Abenteuer Auge in Auge mit Manta und Hai kann beginnen.

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