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Schondra

Ungeliebte Bezirksoberligen

Jugendfussball  Viele Vereine scheuen den Aufstieg. Fünf Vereine mit Talentzentren dominieren. Auf der Spielgruppentagung sorgt die große Zahl der Spielverlegungen für Unmut.
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Uwe Röhr
Uwe Röhr
Würzburg — Mit Uwe Röhr steht seit dem 1. Juli ein neuer Mann an der Spitze der unterfränkischen Nachwuchsfußballer. Der 45-jährige Funktionär aus Veitshöchheim folgt damit auf Alfons Staab, der nach nur einem Jahr die Führung aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat. Röhrs Posten als Kreisjuniorenleiter im Kreis Würzburg übernimmt nun Christan Kurz.
Die Tagung der Junioren-Bezirksoberligen in der Kickers-Gaststätte in Würzburg leitete Röhr. Bei den Themen, die von den Vereinen angesprochen wurden, stand die U 13-Bezirksoberliga im Mittelpunkt. Dort versucht der Verband seit einigen Jahren, die Sollstärke von zwölf Mannschaften zu erreichen, was auch zur neuen Runde mit elf Vereinen nicht klappt. Viele Vereine scheuen den Sprung nach oben, aus verschiedenen Gründen.
Die Leistungsunterschiede seien gravierend. Die fünf Vereine Viktoria Aschaffenburg, TSV Großbardorf, FC Schweinfurt 05, Würzburger FV und Würzburger Kickers spielten dank ihrer Talentzentren in einer eigenen Liga. Sie seien einfach zu stark für den Rest, warf Norbert Mantel von der TG Höchberg (JFG Kreis Würzburg Süd-West) ein. Er schlug als Modell vor, die Liga in Ost und West aufzuteilen. Die jeweils stärksten vier Vereine könnten nach der Vorrunde eine Meisterrunde bilden, die schwächeren eine Abstiegsrunde. So werde es in Oberfranken gemacht. Andere Vereinsvertreter stimmten ein. Die aktuell praktizierte Form sei "keine Dauerlösung", fand Peter Eckardt von der JFG Grabfeld. Röhr will dazu die Meinungen der Vereine abfragen. "Wir sind für Änderungen offen und wollen die Liga sportlich reizvoll gestalten."
Neu ist bei den U 13-Junioren, dass ab der kommenden Runde auch in dieser Altersstufe auf Bezirksebene ein Pokalwettbewerb ausgespielt wird. Im Rückblick auf die abgelaufene Saison sprach Bezirksjuniorenleiter Röhr von einer Spielzeit ohne größere negative Vorkommnisse. "Eindeutig zu viel", war ihm jedoch die stark gestiegene Anzahl der Spielverlegungen. Insgesamt wurden in den vier höchsten Ligen mehr als 30 Prozent aller Partien verlegt. Besonders krass sei es bei der U15 gewesen. Von 110 Begegnungen wurden 61 verschoben. "Wir sind alle gefordert, das zu reduzieren. Sonst brauchen wir ja keine Spielpläne", appellierte Röhr.
Neu in den höchsten unterfränkischen Ligen sind in der Saison 2015/16 (bei der U19): JFG Welzbachtal, SG Stadtlauringen, JFG Westspessart, JFG Wernal Kicker; U17: Würzburger Kickers, SG Bergrheinfeld, SV Erlenbach/Main; U15: JFG Mainfranken Würzburg, FC Sand; U13: JFG Spessarttor, JFG Grabfeld und FT Schweinfurt.

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