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Unfindener Erwin Koch hilft den Menschen in Tschernobyl

Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl brauchten die Menschen in den betroffenen Gebieten in der Ukraine, in Weißrussland und Russland Hilfe. Mehrere Tausen...
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Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl brauchten die Menschen in den betroffenen Gebieten in der Ukraine, in Weißrussland und Russland Hilfe. Mehrere Tausend Menschen sind an den Folgen der Nuklearkatastrophe gestorben, viele wurden verletzt und viele leiden bis heute unter der Strahlenbelastung.
Einer, der die Ärmel hochgekrempelt und Hilfe für die Menschen in Tschernobyl geleistet hat, ist der Unfindener Erwin Koch. Der 69-Jährige hat Dutzende von Hilfstransporten in den Osten gebracht und viele Gruppen von Kindern aus der Ukraine nach Franken eingeladen, damit sie sich erholen konnten. Im Sommer 2015 begleitete er den letzten Hilfstransport in die Ukraine. Gesundheitliche Gründe zwangen den 69-Jährigen, kürzerzutreten. Ab 1991 hatte der Unfindener Hilfe selbstlos und mit ungeheurer Energie geleistet. Viel Zeit seines Lebens hat er damit verbracht, Sach- und Geldspenden zu sammeln. Meist stieß er dabei auf offene Ohren, zumal bekannt ist, dass er immer versucht, alle Spenden gerecht zu verteilen, dass sie dort ankommen, wo sie benötigt werden.
Den 30. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe verbringt der Unfindener in der Ukraine. Er ist zu den Gedenkfeiern eingeladen worden, wie er kurz vor seinem Abflug unserer Zeitung schilderte.
Auch wenn Erwin Koch selbst keine Hilfstransporte mehr begleiten kann, will er sich dennoch weiterhin starkmachen für die von der Reaktorkatastrophe betroffenen Menschen, vor allem für die Kinder. Von seinem Engagement kann ihn auch nicht ein Überfall abhalten, den Unbekannte auf den Unfindener bei einer seiner Fahrten in die Ukraine verübt hatten. ks/sn



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