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Umweltministerium schaut, was in der Region passiert

Lisa Kieslinger Am Dienstag gab es gleich zwei Mal ein Nein für den Nationalpark Frankenwald - einmal von der SPD und kurz danach von den Freien Wählern (FW...
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Jürgen Baumgärtner
Jürgen Baumgärtner
Lisa Kieslinger

Am Dienstag gab es gleich zwei Mal ein Nein für den Nationalpark Frankenwald - einmal von der SPD und kurz danach von den Freien Wählern (FW). Einen Tag zuvor haben sich beide Parteien klar gegen die Konzeptphase ausgesprochen (wir berichteten). Auch das Bayerische Umweltministerium nimmt laut einem Sprecher aufmerksam zur Kenntnis, was vor Ort passiert.
War das also nun das endgültige Aus für den Nationalpark Frankenwald? "Diese Frage wird Ministerpräsident Horst Seehofer am 18. Juli beantworten", antwortet MdL Jürgen Baumgärtner auf die Frage. Auch vom Ministerium gab es auf diese Frage keine direkte Antwort.
Baumgärtner sei selbst gespannt, wie die Antwort ausfallen wird. "Wir als CSU äußern uns dazu noch nicht", meint Baumgärtner, der den Frankenwald in die Diskussion um einen dritten bayerischen Nationalpark ins Spiel gebracht hat. "Unsere Bitte an die Staatsregierung war, dass sie den Frankenwald als möglichen Kandidaten auf den Prüfstand stellt", erklärt der Landtagsabgeordnete.
"Der Nationalpark ist ein Angebot an die Regionen. Es wird keinen Nationalpark gegen den Willen der Region geben", erklärt der Sprecher.
Das betonte auch Jürgen Baumgärtner von Anfang an. Ein ergebnisoffener Dialog sei ihm wichtig gewesen. Mit vielen habe das geklappt, aber nicht mit allen. "Es gibt Interessensgruppen, die wurden in den vergangenen Jahren enttäuscht. Mit denen dann perspektivisch über die Zukunft zu diskutieren, ist schwer, denn das setzt ein hohes Maß an Vertrauen voraus", so Baumgärtner.
Laut dem Sprecher des Bayerischen Umweltministeriums läuft der Dialogprozess derzeit im Spessart, in der Rhön, im Frankenwald und in der Donau-Region. "Im Juli wird die Staatsregierung entscheiden, mit wem in die Konzeptphase eingestiegen wird", erläutert der Sprecher das weitere Vorgehen. Vorher werde es noch eine Reihe wichtiger Gespräche mit den politischen Vertretern der Regionen geben. In der Konzeptphase soll der Nationalpark dann gemeinsam mit der Region maßgeschneidert werden. "Nach der Konzeptphase kann die Region eine fundierte Entscheidung dafür oder dagegen treffen", so der Sprecher. Für den Frankenwald hat sich die Konzeptphase laut Baumgärtner nun jedoch erledigt. Nichtsdestotrotz wolle er mit der Staatsregierung im Dialog bleiben, um ein Angebot zu erarbeiten, dass Ökologie und Ökonomie vereint.
In Sachen Nationalpark Frankenwald muss man laut Baumgärtner die Einschätzung aus München abwarten und schauen, ob die Staatsregierung das Thema endgültig vom Tisch nimmt. Doch egal wie es ausgeht: "Sie werden erkennen, dass es im Frankenwald große Handlungsfelder gibt", meint Baumgärtner.

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