Bad Staffelstein

Umwelt- und Naturschützer fürchten um dezentrale Versorgungsanlagen

Bad Staffelstein — Was passiert mit dem Bahnhofsgebäude? Führt die geplante Stromtrasse durch das Stadtgebiet? Können in Bad Staffelstein Flüchtlinge untergebracht werden? Wie soll...
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Bad Staffelstein — Was passiert mit dem Bahnhofsgebäude? Führt die geplante Stromtrasse durch das Stadtgebiet? Können in Bad Staffelstein Flüchtlinge untergebracht werden? Wie soll die Wasserversorgung von Grundfeld und Wolfsdorf zukünftig gesichert werden? Sind die Ladenöffnungszeiten in Bad Staffelstein zu großzügig? Diese und viele weitere Themen wurden bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der "Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz" (SBUN) offen und lebhaft diskutiert.
Wie Stadtrat Werner Freitag in der Horsdorfer Fuchsenmühle aufzeigte, ist die geplante Erweiterung des Steinbruches bei Kümmersreuth ein wichtiges Thema der SBUN-Arbeit. Nicht zuletzt zum Schutz der Wasserversorgung und der Schwabthaler Quellen lehnten die SBUN das Vorhaben ab.

Schwerpunkt Wasserversorgung

Dass die Wasserversorgung ein "Dauerbrenner" ist, zeige sich am Beispiel von Grundfeld und Wolfsdorf. Dort stehen die dörflichen Versorgungsanlagen den Angaben zufolge wegen Qualitäts- und Quantitätsproblemen vor dem "Aus". Die SBUN treten für eine möglichst dezentrale Versorgung ein. Der Trend gehe aber in die Gegenrichtung.
Um dezentrale Strukturen ging es auch bei der Energieversorgung. Die Energiewende scheine festzustecken. Es wird befürchtet, dass auch das Bad Staffelsteiner Stadtgebiet von den neu ins Gespräch gebrachten Korridore für große Stromtrassen betroffen sein könnte. Statt nach dem St.-Florians-Prinzip zu argumentieren, wurde dazu aufgerufen, das Energiesparen zu fördern und die Herstellung und Versorgung dezentral zu organisieren. Damit könne dann auf möglichst viele Überlandtrassen verzichtet werden, hieß es.
Das Thema Ladenöffnungszeiten in Bad Staffelstein wurden kontrovers diskutiert. Vielen geht die Möglichkeit, an fast jedem Sonntag des Jahres Waren zu verkaufen, zu weit, weil der Schutz des Sonntages weiter ausgehöhlt würde. Auf der anderen Seite stand die Frage, ob Öffnungszeiten überhaupt reglementiert werden müssen.
Werner Freitag informierte über den Kauf des Bahnhofgebäudes. Nachdem die gesamte Bahnhofsstraße in die Städtebauförderung aufgenommen wird, seien die Bürger aufgerufen, mitzudiskutieren. Überhaupt werde die Stadtsanierung ein Schwerpunkt der nächsten Jahre sein, denn auch im Altstadtbereich sollen Zukunftspläne neu festgelegt werden. "Ein wichtiger und spannender Prozess, bei dem die Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt werden", fand Klaus Schnapp.
Bad Staffelstein ist offen für Flüchtlinge. Diese zentrale Aussage war den beiden SBUN-Stadträten wichtig. Da keine städtischen Gebäude für die Unterbringung zur Verfügung stehen, sei man auf private Initiativen angewiesen. Der weitaus größte Teil der Bevölkerung sei aufgeschlossen und hilfsbereit.
Unter dem Stichwort "Mehr bunt statt grün" sollen nach Wunsch der SBUN monotone Rasenflächen ökologisch aufgewertet werden. red

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