LKR Coburg

Ultimatum wird umgesetzt

Ursprünglich wollten sie nur Anerkennung. Ein Zugeständnis, dass in Südthüringen eben doch fränkische Geschichte, Gemüter und Geister leben. Doch Erfurt rea...
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Ursprünglich wollten sie nur Anerkennung. Ein Zugeständnis, dass in Südthüringen eben doch fränkische Geschichte, Gemüter und Geister leben. Doch Erfurt reagierte nicht auf den Offenen Brief des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken, der vor knapp einem Jahr an die thüringische Landesregierung gerichtet wurde.
Es wurde ein Ultimatum gestellt: Bis zum 30. August hatten die Verantwortlichen Zeit sich zu melden, ansonsten starte man eine Unterschriftensammlung für einen Wechsel Südthüringens in den Freistaat Bayern. Am Mittwoch war es dann so weit: Die Aktion wurde gestartet und es konnten bereits am Vormittag 100 Signaturen in Sonneberg gesammelt werden.


5000 Unterschriften als Ziel

Grundlage des Projekts ist Artikel 29 des deutschen Grundgesetzes, demzufolge das Bundesgebiet unter verschiedensten Bedingungen mit Rücksicht auf kulturelle Zusammengehörigkeit oder wirtschaftliche Erfordernis neu gegliedert werden kann. Der Verein bezieht sich hierbei insbesondere auf die jahrelange fränkische Geschichte und die "landmannschaftliche Verbundenheit", die mit der "Thüringisierung" besonders zu DDR-Zeiten, aber auch seit der Wiedervereinigung ignoriert wurden.
Mit der Aktion müssen nun Unterschriften von zehn Prozent der Wahlbeteiligten des Altkreises Sonneberg gesammelt werden, also mindestens zirka 5000 Unterschriften, um ein Volksbegehren beim Bundesinnenministerium zu starten. Dazu will der Verein sich ein halbes Jahr oder gar mehr Zeit lassen. Sollte das Verfahren schließlich zugelassen werden, wird über die Zukunft Südthüringens in einem Volksentscheid abgestimmt - mit einer Mehrheit für den Gebietswechsel könnte dann in Zukunft von Nordbayern die Rede sein. nr
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