Uehlfeld

Uehlfeld rüstet auf

Energie  Bürgermeister Werner Stöcker ist stolz. Denn die erneuerbaren Energien sind in "seiner" Kommune angekommen. Das ist gut für die Zukunft, aber auch für die Kasse.
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Daniel Nickel und Andras Düll informieren sich auf der Energie-Ausstellung in Uehlfeld.  Foto: Sonja Werner
Daniel Nickel und Andras Düll informieren sich auf der Energie-Ausstellung in Uehlfeld. Foto: Sonja Werner
von unserer Mitarbeiterin Sonja Werner

Uehlfeld — Zu 74 Prozent deckt Uehlfeld seinen Stromverbrauch bereits aus erneuerbaren Energien. Genauer aus Solar- und Biogas. Das beinhaltet eine Einsparung von 4189 Tonnen Kohlendioxid jährlich und eine Einspeisevergütung von insgesamt über zwei Millionen Euro.
Mit dieser stolzen Bilanz eröffnete Bürgermeister Werner Stöcker (CSU) am Freitag eine Informationsveranstaltung über die Grundlagen der energetischen Gebäudesanierung, die im Zuge des Energiekonzepts des Marktes Uehlfeld stattfand. "Damit es noch besser wird und die Bauherren wissen, was sie tun können und welche Förderung möglich ist", beschreibt Stöcker den Grund für diesen Abend.

Gebäudesanierung empfohlen

Als Fachleute waren Diplomingenieur Wolfgang Seitz von der Energieberatung Nordbayern, Diplomgeographin Eva Gerdenitsch, Expertin für Energiefragen und Städteplaner Frieder Müller-Maatsch anwesend. Energiesparen, effiziente Nutzung und erneuerbare Energien waren die Hauptthemen der Vorträge. Die Gebäudesanierung stand dabei im Vordergrund. Worauf muss geachtet werden, damit keine Bauschäden entstehen?
Sanierungen sollten gebündelt werden, so die Empfehlung, und auch beachtet, dass eine Sanierung eine Maßnahme für die Zukunft ist. Diese und andere Maßnahmen - so auch Heizanlagenerneuerung beispielsweise - werden durch zahlreiche Förderprogramme unterstützt - die KfW Förderbank, die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, die Städtebauförderung und die Dorferneuerung können in Anspruch genommen werden. Häufig gestellte Bedenken wie mögliche Schimmelbildung oder die Frage, ob eine Sanierung sich überhaupt amortisiere und anderes, wurden aufgegriffen und teilweise widerlegt oder durch richtiges Verhalten als vermeidbar erläutert.
Wichtig ist eine rechtzeitige Informierung und das Anpassen an jeweilige Gegebenheiten, am besten mit Hilfe von Fachleuten im Vorfeld, könnte man das Fazit der Vortragsinhalte überschreiben. So sei eine Sanierung allemal sinnvoll. "Immerhin" so Seitz "beträgt der private Energieverbrauch rund 30 Prozent des Gesamtverbrauchs. Da kann also jeder Einzelne etwas tun".

Wichtig: Sich informieren

"Ich komme hier her, weil ich ein altes Haus besitze und mich hauptsächlich über Sinn und Art und Weise einer Altbausanierung informieren will. Und mich natürlich zu den Fördermöglichkeiten schlau machen, Nicht dass letzen Endes vor lauter Auflagen eine Sanierung mit Förderung im Endeffekt teurer kommt als eine Sanierung ohne" erklärte Daniel Nickel, einer der rund 60 Interessierten, die sich in der Veit-vom-Berg-Halle eingefunden hatten. Andreas Düll, Besitzer eines neueren Hauses, wollte sich allgemein informieren. Die beiden dürften das Durchschnittsinteresse der Besucher repräsentieren.
Jede Frage konnte sicher auch in der anschließenden Diskussion nicht beantwortet werden. Doch immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass sowohl die Energieberatung als auch die Gemeinde stets als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung stehen. Außerdem ist in der Veit-vom-Berg-Halle bis 22. Januar noch eine Ausstellung "Energiewende" mit reichlichem Informationsmaterial aufgebaut. Am Dienstag, 20. und Mittwoch, 21.Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr beantworten dort auch noch Fachberater Fragen zur Energiewende.

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