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Steinberg

Udo Jakob traf am besten

Dunkle Borsten, lange Nasen und grunzende Laute - Ein Schwarzkittel nach dem anderen wetzt durch den Wald, bevor es im Dickicht aus Bäumen und Büschen auf N...
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Die KSK Steinberg veranstaltete ihre Laser-Schießkino-Meisterschaften - hier (von links) Philipp Sesselmann (Platz 3), Gewinner Udo Jakob und Vizemeister Andreas Eidloth.
Die KSK Steinberg veranstaltete ihre Laser-Schießkino-Meisterschaften - hier (von links) Philipp Sesselmann (Platz 3), Gewinner Udo Jakob und Vizemeister Andreas Eidloth.
Dunkle Borsten, lange Nasen und grunzende Laute - Ein Schwarzkittel nach dem anderen wetzt durch den Wald, bevor es im Dickicht aus Bäumen und Büschen auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Doch es sind nur die wenigsten der ächzenden, schnaubenden und quiekenden Tiere, die es wohlbehalten ans "rettende Ufer" schaffen. Ein Großteil der flüchtigen Kolonie fällt den Schüssen verschiedener "Waidmänner" zum Opfer und sinkt getroffen zu Boden.
So real die Szenerie in der sehr authentisch nachgestellten Waldkulisse auch anmutet: Geschossen wird an diesem Abend lediglich mit den Laserstrahlen eines rund ein Kilo schweren Lasergewehrs - und zwar auf eine Wand im Gasthaus "Zum Frack", wo Josef Bayer sein Laser-Schießkino aufgebaut hat. Hier üben Jäger, ein flüchtiges Stück Wild sicher zu erlegen und somit den Bewegungsablauf beim Drückjagdschießen. Der laufende Keiler ist eine gute Möglichkeit, sich - durch die stets gleiche Geschwindigkeit und Laufrichtung - dem Thema Bewegungsjagd zu nähern. Aus diesem Grund hat sich der Grössauer - selbst Jäger und Treiber - die mit moderner Technik ausgestattete Anlage im stehend freihändigen Schießen auch angeschafft, die er gerne auch seinen Kollegen zur Verbesserung ihrer Schießleistung und Reaktionsfähigkeit zur Verfügung stellt.
Eine Verbesserung ihrer Schießleistung und Reaktionsfähigkeit wünschen sich aber auch die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Steinberg. Diese gehen zwar nicht auf die Jagd; ein gutes Auge und eine ruhige Hand brauchen sie aber trotzdem, nehmen sie doch hin und wieder an Schießwettkämpfen teil - wie beispielsweise am Kleinkaliberschießen in Nordhalben. Zudem veranstalteten sie im vergangenen Jahr erstmals ein öffentliches Luftgewehrschießen auf der im Wald zwischen Steinberg und Trebersberg gelegenen "Melmesch-Leitn" sowie eine öffentliche Laser-Schießkino-Meisterschaft, an der alle Interessierten teilnehmen konnten. Trotz des offensichtlich durchaus vorhandenen Ehrgeizes und so mancher Seufzer, wenn einem das Jagd-Glück so gar nicht hold sein wollte: Die Laser-Schießkino-Meisterschaften bedeuteten vor allem jede Menge Spaß für die Teilnehmer, die sich - neben dem "laufenden Keiler" - auch im Konzentrationsschießen sowie Ziel- beziehungsweise Reaktionsschießen maßen. Am Ende warf der Computer die Trefferquote entsprechend der Disziplin aus, also beispielsweise die benötigte Zeit, die Anzahl der Schüsse, die erreichten Punkte sowie die Zielsicherheit. "Wildschwein"-Meister wurde in einem sehr starken Feld Udo Jakob vor Andreas Eidloth und Philipp Sesselmann. Die drei Erstplatzierten durften sich über kleine Trophäen in Form von - von Josef Bayer selbst geschnitzten - kleinen Wildschweinen freuen.
Die Gewinnung von neuen, insbesondere auch jüngeren Mitgliedern sowie gerade auch Frauen ist ein großes Ziel der KSK Steinberg mit ihrem Vorsitzenden Johannes Baier und seines Stellvertreters Udo Jakob, der hauptverantwortlich für die Organisation und Ausrichtung der Laser-Schießkino-Meisterschaften zeichnete. Mit solchen Veranstaltungen will man aber auch der oftmals in der Bevölkerung noch immer verankerten falschen Meinung gegenüber Kameradschaften entgegenwirken, die sogar teilweise mit einer Kriegsverherrlichung in Verbindung gebracht würden. Dabei sei gerade das Gegenteil der Fall. "Solche Kameradschaften - so auch die KSK Steinberg-- gedenken", so die Verantwortlichen, "der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege und tragen dazu bei, dass diese und all die Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten."
Die Laser-Schießkino-Meisterschaften sollen im umfangreichen Jahresprogramm der Kameradschaft jeweils im Frühjahr und im Herbst fest etabliert werden. Heike Schülein
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