Bamberg

Überraschung im Derby

Die WNBL-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg bezwingen die bis dahin noch ungeschlagenen Würzburgerinnen hauchdünn mit 69:68.
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Sabrina Weinkauf (l.) setzt sich gegen die Würzburgerin Johanna Michel durch. Foto: sportpress
Sabrina Weinkauf (l.) setzt sich gegen die Würzburgerin Johanna Michel durch. Foto: sportpress
Mehr von spannender Dramaturgie bis in die Schlusssekunden hinein als von vorweihnachtlicher Besinnlichkeit war der letzte Auftritt der WNBL-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg im Kalenderjahr 2015 geprägt. Gegen das bis dato einzig noch ungeschlagene Team des neuen DBB-Leistungsstützpunktes aus Würzburg behielten die Schützlinge von Trainer Ulf Schabacker nach einer nervenaufreibenden Endphase hauchdünn mit 69:68 die Oberhand und kamen zum Überraschungssieg.
Durch den fünften Erfolg im siebten Saisonspiel der Vorrundenstaffel Südost manifestierte Bambergs Zweitliga-Nachwuchs seine ansprechende Ausgangslage im Kampf um den direkten Klassenerhalt in Form der Hauptrundenteilnahme. Über den Jahreswechsel trennen die Bambergerinnen nun schon zwei Siege vom TSV Nördlingen, dem momentan Viertplatzierten.
Dass die DJK-Korbjägerinnen in diesem rein tabellarisch betrachteten Spitzenspiel dabei überhaupt nochmals in Reichweite ihres mittlerweile dritten Heimsieges kamen, schien bis zum Ende hin schwer vorstellbar, war die Leistung der Oberfränkinnen über weite Strecken des Spiels hinweg doch vor allem von vielen Unkonzentrierten geprägt. Nachdem mit Marja Wucherer auf Seiten der Gäste sowie Magdalena Landwehr auf Bamberger Seite schon zum Ende des dritten Spielabschnitts die beiden Topscorerinnen ihrer jeweiligen Mannschaften frühzeitig mit fünf Fouls das Spielfeld verlassen mussten, dauerte es dennoch bis Mitte des vierten Viertels, als zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe letzten Endes die Aufholjagd der DJK-Korbjägerinnen einläuteten. Das Momentum zum Kippen zu bringen, war Julia Förner vorbehalten, die nach ihrer Nominierung in die finale Auswahl der U16-Nationalmannschaft mit neun Punkten in den letzten zwei Spielminuten das Heft erfolgreich in die Hand nahm und ihre Farben so trotz nur eines einzigen Viertelgewinns zum Sieg trug. Nach drei anspruchsvollen ersten Saisonmonaten warten nun entspannte Feiertage auf das Team um Kapitänin Franziska Hager. Die Weichen für einen möglichst ungezwungenen wie befreiten Kampf um den Klassenerhalt scheinen offensichtlich gestellt. red
DJK Brose Bamberg: Förner (25 Punkte/2 Dreier), Goller (12/2), Gese (9), Landwehr (8), Barth (6), Hager (6/1), Okosun (2), Hartmann (1), Distler, Hofmann, Kühhorn, Weinkauf

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