Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey 

Turbulenter Sonntag

Das war kein Selbstläufer: Nach dem 4:1 in Schönheide hat der Höchstadter EC mit dem EV Pegnitz mehr Mühe als gedacht. Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung.
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Öfters im Mittelpunkt, als ihm lieb sein konnte: HEC-Keeper Philipp Schnierstein (M.) musste beim 7:6-Sieg nach Verlängerung gegen den EV Pegnitz mehrfach hinter sich greifen. Foto: Picturedreams
Öfters im Mittelpunkt, als ihm lieb sein konnte: HEC-Keeper Philipp Schnierstein (M.) musste beim 7:6-Sieg nach Verlängerung gegen den EV Pegnitz mehrfach hinter sich greifen. Foto: Picturedreams
Tobias Schneider

Der Höchstadter EC hat am zweiten Eishockey-Wochenende in der Verzahnungsrunde zwischen Oberliga und Bayernliga zwei verschiedene Gesichter gezeigt: Dem 4:1-Sieg beim EHV Schönheide folgte am Sonntag ein hart umkämpfter 7:6-Erfolg nach Verlängerung im Derby gegen den EV Pegnitz.

Höchstadter EC -
EV Pegnitz n.V. 7:6
Pegnitz schien der Ballast von drei Niederlagen in der bisherigen Verzahnungsrunde wenig zu stören, die Gäste mischten sehr gut mit. Dass die größere individuelle Klasse natürlich auf Seiten der Alligators liegt, wurde aber nach sieben Minuten erstmals deutlich: Tomas Rousek netzte frei vor dem Tor zum 1:0 ein (7.). Etwas mehr als eine Minute danach jubelten die Alligators erneut, Ales Kreuzer jagte die Hartgummi-Scheibe zum 2:0 in den Kasten (9.). Es schien, als würde alles den erwartenden Gang gehen. Chancen auf ein drittes Tor waren da, wurden aber nicht genutzt. Der vorläufige Knackpunkt war ein Foul an Markus Babinsky, der in einer unübersichtlichen Szene von Aleksandrs Kercs etwas abbekommen hatte: Während der Höchstadter mit einer Trage vom Eis gebracht werden musste und später ins Krankenhaus eingeliefert wurde, kassierte Kercs fünf Minuten plus Spieldauer-Strafe. Seltsamerweise brachte dies aber den HEC aus dem Konzept, die lange Überzahlsituation blieb ungenutzt. Aus heiterem Himmel netzte Oleg Seibel zum 1:2 (17.) ein. Nur 30 Sekunden später, als Richard Stütz auf die Strafbank musste, gelang dem EV sogar durch Christof Mendel der 2:2-Ausgleich (18.). Die Sicherheit fehlte den Alligators auch zu Beginn des zweiten Abschnitts, das nutzte Sven Rothemund zum 3:2 für die vor dem Tor eiskalten Gäste aus (25.). Höchstadt fehlten in dieser Phase die Ideen, trotzdem gelang Michal Petrak in der 32. Minute das 3:3. Trotz Bemühungen seitens des HEC blieb es auch nach dem zweiten Drittel bei diesem Spielstand.
In den letzten Abschnitt legte Höchstadt einen klassischen Fehlstart hin, nach gerade einmal 20 Sekunden düpierte Stefan Hagen die Abwehr und brachte den Außenseiter mit 4:3 in Front. Dann scheiterte Petrak zunächst mit seinem Blue-Liner, Sikorski war aber kurz darauf zur Stelle - 4:4 (46.). Die Minuten tickten herunter, erneut verhalf eine Strafe gegen den EV dem HEC zum Tor: Ales Kreuzer, von Daniel Jun bedient, traf zum 5:4 (51.). Eine Vorentscheidung? Nicht mit Pegnitz. Ralf Skarupa glich wieder aus (54.), es wurde richtig wild. Höchstadt war nun angestachelt, nur 23 Sekunden später war wieder der HEC dank Andre Lenk in Führung - 6:5. In diesem verrückten Spiel war aber noch nichts entschieden. Der Beweis: Drei Minuten vor Ende glich Robin Niedermeier zum 6:6 aus, es ging in die Verlängerung. Hier vergaben Rousek und Sikorski ihre Hochkaräter, eine Minute vor Schluss ließ Patrik Dzemla die Höchstadter aber zum siebten und letzen Mal an diesem Tag jubeln.

EHV Schönheide -
Höchstadter EC 1:4
Wieder Schönheide. Die Erfahrungen waren für die Alligators dort zuletzt nicht so rosig: Die Niederlage in der Hauptrunde darf gerne für das Verpassen der Meisterrunde verantwortlich gemacht werden. Aber das scheint abgehakt. Der HEC gab das Tempo vor und dominierte das Spiel. Nur folgerichtig, dass Max Cejka die schnelle Führung markierte (4.). Schönheide gelang aber der frühzeitige Ausgleich, als Jenka in Überzahl traf. Trotzdem gab Höchstadt weiter den Takt an. Petrak scheiterte erst an der Latte (9.), kurz vor Drittelende ließ er die Alligators aber mit seinem Treffer zum 2:1 wieder jubeln (18.). Im zweiten Abschnitt rückten die Torraumszenen etwas in den Hintergrund, über eine Lenk-Kooperation erhöhte Höchstadt aber seinen Vorsprung: Lukas bediente Andre schlitzohrig von hinter dem Tor - 3:1. Im Schlussabschnitt stand Höchstadt mehrfach in Unterzahl auf dem Eis, zu nutzen wussten es die Hausherren aber nicht. Als Schönheide seinen Keeper vom Eis nahm, traf Andre Lenk ins leere Tor zum 4:1-Endstand (58). An die Leistungsgrenze mussten die Gäste im letzten Drittel gewiss nicht mehr gehen.
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