Itzgrund

Truckenbrodt: Werrabahn Eisfeld-Coburg setzt an falscher Stelle an

Laut dem Ersten Vorsitzenden des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken (Frankenblick/Landkreis Sonneberg), Martin Truckenbrodt, setzen unter anderem die Indust...
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Laut dem Ersten Vorsitzenden des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken (Frankenblick/Landkreis Sonneberg), Martin Truckenbrodt, setzen unter anderem die Industrie- und Handelskammern Südthüringen und Coburg und die Verbände Pro Bahn und VCD seit 25 Jahren auf das falsche Pferd. "Ein aufgrund eines heute wegen Überbauung der alten Strecke notwendigen Tunnelneubaus sehr teurer, weil fernverkehrstauglicher Lückenschluss Eisfeld-Coburg wird nie den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Denn die Bahn verfolgt andere strategische Ziele. Dafür wurde doch die neue Transit-Strecke Ebensfeld-Erfurt gebaut. Es ist deshalb Unsinn, als Ziel den Bau einer weiteren Strecke für den Personen- und Güterfernverkehr zu verfolgen und gleichsam unmoralisch hierbei der Stadt Eisfeld unerfüllbare Hoffnungen auf einen möglichen Güterumschlagplatz zu machen", meint Martin Truckenbrodt in einer Pressemitteilung.
Sinnvoller wäre es, rein für den Personennahverkehr einen Lückenschluss zwischen Hildburghausen und Bad Rodach zu realisieren, schlägt Truckenbrodt vor. Dieser würde dem doch wichtigsten Ziel - die Erhöhung der Fahrgastzahlen am ICE-Bahnhof Coburg - wesentlich sinnvoller und deutlich günstiger gerecht werden. Diese Maßnahme könnten sich auch die beiden beteiligten Bundesländer und Gebietskörperschaften selbst leisten.


Truckenbrodt: Nicht länger warten

Eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ist dann grundsätzlich nicht mehr möglich, da dort für das Eisenbahnnetz nur Fernverkehrsstrecken gefördert werden. "Es ist einfacher für die Landkreise Sonneberg und Hildburghausen, in den Freistaat Bayern zu wechseln, als die verkehrspolitische Ausrichtung und Zielsetzung der Deutschen Bahn zu beeinflussen!", meint Truckenbrodt im Hinblick auf die vor Kurzem begonnene Diskussion. Ein Lückenschluss zwischen Hildburghausen und Bad Rodach würde das heutige Südthüringen nicht nur nach Coburg anbinden, sondern zwischen Bad Salzungen und Hildburghausen für den fränkischen Teil des Freistaats Thüringen die Bahnanbindung nach Süden und Südosten deutlich verbessern. Truckenbrodt: "Entweder man wartet für den Eisenbahnlückenschluss Eisfeld-Coburg weiterhin auf ein Wunder oder man legt den Fokus endlich auf das tatsächlich Machbare. Insbesondere die Menschen und der Tourismus im Werratal, in der Rhön, in der Rennsteigregion und im Itzgrund, also im Henneberger Land und im Coburger Land und auch die Region als Wirtschaftsstandort können nicht länger warten." red

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