Litzendorf

Trotz Rekordergebnis Mahnung zur Besonnenheit

von unserem Mitarbeiter  Harald Rieger Litzendorf — Auf einen Haushalt mit Rekordergebnis (seit Einführung der Doppik vor sieben Jahren) kann die Gemeinde Litzendorf blicken. Denno...
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von unserem Mitarbeiter  Harald Rieger

Litzendorf — Auf einen Haushalt mit Rekordergebnis (seit Einführung der Doppik vor sieben Jahren) kann die Gemeinde Litzendorf blicken. Dennoch mahnte Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) zur Besonnenheit: "Wir sind eine der kleineren Wohngemeinden, die schon auf ihr Geld achten muss. Zumal die nächsten Jahre noch größere Investitionen anstehen."
Insgesamt kann die Ellertal-Gemeinde über eine Gesamtmittel von 9,55 Millionen Euro verfügen. Das sind über eine halbe Million Euro mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs ist unter anderem bedingt durch gute Einkommenssteuereinnahmen.
Rund 3,74 Millionen Euro davon will Litzendorf nach den Berechnungen des Kämmerers Andreas Peter für Investitionen ausgeben. Das meiste Geld davon wird mit 770 000 Euro in die Abwasserbeseitigung fließen. Eine halbe Million Euro sind für Kinderbetreuungseinrichtungen vorgesehen. Und jeweils rund 460 000 Euro will die Gemeinde für ihre Straßen und die Neugestaltung des Friedhofes ausgeben.
Eine Neuverschuldung ist dieses Jahr nicht geplant. Ganz im Gegenteil, die Gemeinde hält auch weiterhin am Abbau ihrer Gesamtverbindlichkeiten fest. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Litzendorf lag letztes Jahr bei 645 Euro.
Höhere Ausgaben hingegen hat die Kommune in Sachen Personal zu verbuchen. Während die Zahl der Beamtenstellen gegenüber dem Vorjahr unverändert bei vier und einer Beamtenanwärterstelle blieb, sind die Stellen für Arbeitnehmer auf 45,79 Stellen gestiegen. "Das ist darauf zurückzuführen, dass wir eine gestiegene Nachfrage nach Kinderbetreuung haben. Alleine 21 dieser Stellen entfallen auf Arbeitnehmer, die im Sozial- und Erziehungsdienst tätig sind", bilanzierte Peter.
Die Gemeinderäte zeigten sich am Ende sehr zufrieden mit ihrem Haushalt und sprachen sich lobend für ihn aus. "Wir haben ein Rekordergebnis eingefahren und dennoch können wir viel investieren", sagte beispielsweise Herbert Schütz, Fraktionsvorsitzender der CSU. Ferner sei die Gemeinde breit aufgestellt und hätte junge Familien und Kinder stets im Blick.
Von der SPD-Fraktion hingegen kam der Antrag, den Steuerhebesatz um zehn Punkte zu senken, um damit symbolisch den Bürgern etwas zurückzugeben. Während der Haushalt einstimmig von den Räten verabschiedet wurde, fand die Senkung des Hebesatzes keinen Anklang.

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