Bad Staffelstein
Umgehung 

Trasse soll Stadtkern entlasten

Der Staffelsteiner Stadtrat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Verlauf der Nord-Ost-Spange. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung flossen in diese Planung mit ein. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vom "Rommel-Kreisel" an der A 73 entlang (rechts im Bild die soeben fertiggestellte Lärmschutzwand) und am Baugebiet "Kommbühl" vorbei zur Horsdorfer Straße führt die Trasse, die für die Nord-Ost-Spange ins Auge gefasst wird. Foto: Matthias Einwag
Vom "Rommel-Kreisel" an der A 73 entlang (rechts im Bild die soeben fertiggestellte Lärmschutzwand) und am Baugebiet "Kommbühl" vorbei zur Horsdorfer Straße führt die Trasse, die für die Nord-Ost-Spange ins Auge gefasst wird. Foto: Matthias Einwag
+1 Bild
An 27 Knotenpunkten in Bad Staffelstein war am 30. September des Vorjahres die Verkehrsbelastung gemessen worden. Die anhand von Grafiken veranschaulichten Ergebnisse präsentierte Planer Harald Kurzak nun den Stadträten. Die Ergebnisse bestätigten den Eindruck, dass es insbesondere in der Bamberger Straße und der Lichtenfelser Straße ein hohes Verkehrsaufkommen gibt.
Die angedachte Nord-Ost-Spange zur Schließung des Umgehungsringes der Kernstadt vom "Rommel-Kreisel" zum Kreisverkehr an der Horsdorfer Straße könnte die Verkehrsströme umleiten und die Belastung im Zentrum verringern. Planer Harald Kurzak verdeutlichte, dass der Verkehr damit nicht völlig aus der Innenstadt herausgehalten werde. Sein Szenario fürs Jahr 2030 inklusive einer realisierten Nord-Ost-Spange zeigt eine deutliche Verminderung des Fahrzeugaufkommens insbesondere in den Bereichen Bamberger/Lichtenfelser Straße sowie Äußerer Frankenring/Oberauer Straße.


Viel Quellverkehr gemessen

Laut Kurzak mache der in der Stadt verbleibende Quellverkehr derzeit 78 Prozent der Verkehrsströme aus, der Durchgangsverkehr dagegen lediglich rund ein Fünftel. Auf die Autobahn-Anschlussstelle Bad Staffelstein-Kurzentrum fahren mit 14 000 Fahrzeugen täglich rund 2500 mehr ein als noch vor fünf Jahren. "Die Stadt ist attraktiver geworden, es hat sich ja auch viel entwickelt hier", lautete die Begründung des Planers.


Breiter Konsens im Gremium

Die meisten Stadträte sprachen sich in der anschließenden Diskussion für eine Nord-Ost-Spange aus, so auch Winfried Ernst (Freie Wähler): "Wir sollten die Umgehung schaffen. Wenn wir in der Innenstadt etwas gestalten wollen, müssen wir hier etwas tun." Der gleichen Meinung waren Dieter Leicht von der SPD ("Für die Menschen, die in der Lichtenfelser Straße wohnen, ist die derzeitige Verkehrssituation oft eine Katastrophe") und CSU-Rat Walter Mackert ("Wir kommen um die Nord-Ost-Spange nicht herum").
Werner Freitag (SBUN) gab sich zurückhaltend, weil es noch keine Alternativlösung zur Nord-Ost-Spange gebe. Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) entgegnete hierauf, dass in dieser Sitzung ja auch ganz bewusst noch kein Beschluss gefasst werde. Auf der Grundlage der Ergebnisse suche er nun das Gespräch mit der Regierung und dem Straßenbauamt.


"Kommbühl" wird beachtet

Um in den Genuss von bis zu 80 Prozent staatlicher Förderung zu kommen und weil ein Staatsstraßenneubau sich 20 Jahre hinziehen könnte, werde die Stadt als Sonderbaulastträger auftreten, ließ er weiter wissen. Wenn seitens der Regierung das Ja komme, werde man im Stadtrat darüber reden. "Wir wollen außerdem nicht, dass es durch eine Nord-Ost-Spange zu einer übermäßigen Belastung der Anwohner am Kommbühl kommt", sprach der Bürgermeister in der Sitzung einen weiteren wichtigen Punkt an, der ihm zufolge in einem künftigen Planfeststellungsverfahren auch gewürdigt werden würde.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren