Herzogenaurach

Trampolin für Rollstuhl-Kinder

Spende   Die Stiftung der Lebenhilfe unterstützt die heilpädagogische Tagesstätte am Burgstaller Weg.
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Das Trampolin wurde von den Kindern gleich ausprobiert.  Foto: Richard Sänger
Das Trampolin wurde von den Kindern gleich ausprobiert. Foto: Richard Sänger
von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Herzogenaurach — Sie geht einmal im Jahr an die Öffentlichkeit und ist trotzdem kein Geheimbund, die Stiftung der Lebenshilfe. "Wir arbeiten meist im Verborgenen, nicht weil wir das Licht der Öffentlichkeit scheuen", erklärt der stellvertretende Vorsitzende und Direktor der Kreissparkasse Höchstadt, Herbert Fiederling.
Die Stiftung wurde 2001 gegründet und fördert Menschen mit Behinderung und setzt sich für die Integration von Menschen mit Behinderung ein. Mit dem Ertrag aus dem Stiftungsvermögen werden Maßnahmen oder Anschaffungen finanziert, für die es keine Fördermittel gibt, erklärten Fiederling und der Vorsitzende der Lebenshilfe Ulrich Wustmann. Aufgrund der niedrigen Zinsen gingen natürlich auch die jährlichen Erträge zurück und der Stiftungsrat freut sich über jede Einzahlung auf das Stiftungskapital. "Wir wollen ja auch künftig einmal an die Öffentlichkeit gehen und ein Projekt übergeben", erklärte Fiederling im Gespräch.

Für 6000 Euro

In diesem Jahr entschied sich der Stiftungsrat für die heilpädagogische Tagesstätte am Burgstaller Weg in Herzogenaurach. Für Kinder, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, gibt es im Außenbereich nicht gerade viele Möglichkeiten für eine Teilnahme an sportlichen Aktivitäten. Diese Kinder würden natürlich auch mal gerne das Trampolin benutzen, also wurde für rund 6000 Euro ein rollstuhlgerechtes Trampolin angeschafft und im Spielbereich im Boden versenkt. "Ob mit oder ohne Hilfe vermittelt das Schwingen ein besonderes Gefühl für die Kinder im Rollstuhl", erklärte Wustmann bei der Übergabe.
Die Kinder warteten bereits ungeduldig auf die Freigabe denn sie wollten unbedingt das Trampolin schnell ausprobieren. Zusammen mit Mitgliedern des Stiftungsrates, darunter auch Landrat Alexander Tritthart und Frank Dassler von Adidas, ging es trotz Regen endlich ins Freie.
In der Heilpädagogischen Tagesstätte werden geistig- und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche, die vormittags die Wilhelm-Pfeffer-Schule besuchen, betreut.

Weiterentwicklung

Ziel der Förderung in der Heilpädagogischen Tagestätte sind unter anderem die Weiterentwicklung und Stärkung im sozial-emotionalen Bereich, die Förderung der kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten, die Unterstützung der Motorik und der Wahrnehmung. Das große lichtdurchflutete Haus bietet den idealen Rahmen zur Förderung. Zurzeit werden die Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs Jahren bis zur Beendigung ihrer Berufsschulpflicht in sieben Gruppen gefördert und betreut.


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