Lichtenfels

Traditionsverein feiert seinen 90. Geburtstag

"D'Werdenfelser" durften am Samstag im Schützenhaus Jubiläum feiern: 90 Jahre alt wurde der Lichtenfelser Traditionsverein. In die vielen Festreden, tolle S...
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Für langjährige Treue wurden Mitglieder des Volks- und Gebirgstrachtenverein "D'Werdenfelser" Lichtenfels geehrt.  Foto: Andreas Welz
Für langjährige Treue wurden Mitglieder des Volks- und Gebirgstrachtenverein "D'Werdenfelser" Lichtenfels geehrt. Foto: Andreas Welz
"D'Werdenfelser" durften am Samstag im Schützenhaus Jubiläum feiern: 90 Jahre alt wurde der Lichtenfelser Traditionsverein. In die vielen Festreden, tolle Stimmung, Musik- und Tanzdarbietungen mischten sich aber auch ernste Töne. Wie viele Jahrzehnte sie noch feiern werden, ist ungewiss: Den Verein plagen massive Nachwuchssorgen, so Chronist Rudolf Böhling am Schluss seines vierteiligen Rückblicks.
Im abendfüllenden, 28 Punkte umfassenden Programm würdigte Vorsitzender Rainer Kober langjährige Mitglieder. 70 Jahre waren Monika Helmbrecht und Alois Oppelt dem Verein treu. Helga Freitag und Walter Sander brachten je 60 Jahre zusammen, während die "jüngsten" Jubilare Johanna Müller und Hannelore Dentsch auf ein halbes Jahrhundert zurückblickten. Einen extra Blumenstrauß erhielt Schriftführerin Ingrid Böhlein, die seit 50 Jahren das Protokoll führt.
Hohe Wertschätzung erhielten die Trachtler durch die Anwesenheit der drei Lichtenfelser Bürgermeister, des Landrats und der beiden Stadtpfarrer. Sie alle betonten den unschätzbaren kulturellen Beitrag, den die Werdenfelser seit 90 Jahren leisteten. Hans Groh, Vorsitzender des Musikvereins Roth, der seit 80 Jahren die Werdenfelser in Lichtenfels begleitet, brachte es auf den Punkt: "Sie sind ein Vorbild für das Frankenland." Landrat Christian Meißner unterstrich: "Wir sind stolz auf euch." Der Verein sei ein wichtiger Bestandteil im Reigen der Vereine im Landkreis Lichtenfels. Die Gründung des Vereins in einer schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg nötigte ihm Respekt ab.
Bürgermeister Andreas Hügerich bezeichnete die Aktivitäten der Werdenfelser als "gelebte Tradition". Die evangelische Stadtpfarrerin Anne Salzbrenner erinnerte daran, dass der Verein Höhen und Tiefen erlebt habe. Sie lobte den Zusammenhalt über Grenzen hinweg und wünschte: "Wir brauchen sie als Trachtenverein." Ihr katholischer Amtsbruder, Stadtpfarrer Roland Neher, sah den Verein in einer guten Beziehung zum lieben Gott, dies werde auch bei den Gottesdiensten deutlich.
Im Namen des Hausherren, der Königlich privilegierten Scharfschützengesellschaft Lichtenfels, grüßte Dritter Schützenmeister Hans-Georg Rießner. Er hob die Pflege der Freundschaft zwischen beiden Vereinen hervor und erinnerte an viel gemeinsame Aktionen. "Zwischen ihnen und unserer Gesellschaft wurde eine Freundschaft begründet, die uns bis auf den heutigen Tag verbindet", sagte er. Gauvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzende Gregor Lorsbach appellierte an das Durchhaltevermögen des Lichtenfelser Vereins. Ausdauer und Engagement präge den Verein und erfülle ihn mit Leben.
Den Heimatabend bereicherte auch der Männergesangverein "Harmonie" Kösten unter der Leitung von Ehrendirigent Reinhold Höhn. Als Meister des Akkordeons zeigte sich Gerhard Sanda. Die Tanzdarbietungen eröffneten die "Regnitztaler Bamberg" und der "Almfrieden Forchheim" mit einer Sternpolka. Es folgte der Ehrentanz der Trachtengruppe aus Mietraching bei Ingolstadt. Ein Geburtstagsständchen brachte die Leuchsentaler Blasmusik aus Mistelfeld. Ein Höhepunkt des Jubiläumsabends waren die Mietrachinger Schuhplattler.

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