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Gößweinstein

Traditionelle Chinesische Medizin war Besuchermagnet

Der monatliche Seniorentreff im Gößweinsteiner Pfarrsaal war diesmal Ziel für etwa 150 Besucher, die aus der ganzen Fränkischen Schweiz nach Gößweinstein ge...
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Sehr voll war der Gößweinsteiner Pfarrsaal beim Vortrag über Traditionelle Chinesische Medizin. Foto: Kränzlein
Sehr voll war der Gößweinsteiner Pfarrsaal beim Vortrag über Traditionelle Chinesische Medizin. Foto: Kränzlein
Der monatliche Seniorentreff im Gößweinsteiner Pfarrsaal war diesmal Ziel für etwa 150 Besucher, die aus der ganzen Fränkischen Schweiz nach Gößweinstein gekommen waren. Alle waren neugierig auf den Vortrag von Professor Dietmar Kummer aus Kulmbach, der in die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) einführte.
Der Referent, der 1977 in der Volksrepublik China mit dem TCM-Studium begann, ist zwischenzeitlich Professor an der TCM Faculty an der Shandong Universität (China) und betreibt in Kulmbach eine Praxis als Heilpraktiker. Die eingehende Diagnose ist das besondere Kennzeichen der chinesischen Medizin.
Die Betrachtung des Patienten, die Beurteilung von Stimme und Geruch, eine ausführliche Befragung, das Palpieren (Untersuchung des Körpers durch Betasten), die Zungen- und Puls-Diagnose stehen am Anfang jeder Behandlung.


Zuordnung

Auch wird eine Zuordnung von Emotionen zu den jeweiligen Organen vorgenommen. So soll Traurigkeit der Lunge schaden, Sorge und Grübeln die Milz beeinflussen, sind Wut und Ärger schädlich für Leber und Augen, schadet Angst der Niere und zu große Freude dem Herzen. Dietmar Kummer stellte in seinem Vortrag auch die traditionellen Therapiemethoden vor wie Akupunktur, Akkupressur und Schröpfen sowie Pflanzenheilkunde mit chinesischen Heilkräutern und Ernährungsvorschlägen, die sogenannte Phytotherapie.
Einige Besucher stellten sich sogar als "Demonstrationsobjekt" für das Schröpfen und die Akupunkturbehandlung zur Verfügung. Interessant, gerade auch für einige Eltern, dass sich der Referent in der Diskussion deutlich gegen das Piercen - insbesondere im Bauchnabelbereich - und allzu üppige Tattoes auf der Haut aussprach.
Dass die TCM die klassische, konservative Medizin nicht ersetzen, sondern bei der Behandlung lediglich Hilfestellung leisten könne, betonte der Referent nachdrücklich. Lebhaft blieb die Diskussion auch beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken.