Lichtenfels

Traditionelle Berger Kerwa im Juli

Bei der Jahreshauptversammlung der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft im "Preußischen Hof" stand neben dem Jahresbericht des Ersten Schützenmeisters Patrick...
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Erster Schützenmeister Patrick Erhardt dankte Manfred Fack für seine Bemühungen. Foto: Alfred Thieret
Erster Schützenmeister Patrick Erhardt dankte Manfred Fack für seine Bemühungen. Foto: Alfred Thieret
Bei der Jahreshauptversammlung der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft im "Preußischen Hof" stand neben dem Jahresbericht des Ersten Schützenmeisters Patrick Erhardt die Berger Kerwa im Mittelpunkt, die vom 22. bis 25. Juli von den Zimmerstutzen organisiert wird.
In seinem Rückblick sprach Erhardt von noch immer schwierigen Zeiten für den Verein. Heute noch müsste man sich als Krisenmanager im Hinblick auf die ungeklärte Situation mit dem Schießstand und dem Vereinszimmer sehen. Trotz des ab 1. Januar 2016 abgeschlossenen Nutzungsvertrages habe man sich weiter nach geeigneten Objekten umgeschaut, was aber bisher zu keinem Erfolg geführt habe. Die Suche gehe aber unvermindert weiter. Der Schützenmeister bedankte sich in diesem Zusammenhang herzlich bei Manfred Fack, der sich bei allen Belangen um das bestehende Vereinsheim stark engagierte.


117 Mitglieder

Erfreulich sei die Mitgliederentwicklung. Gleich 15 junge Leute zwischen 18 und 35 Jahren traten dem Verein bei, so dass sich unter Berücksichtigung von vier Austritten und einem Todesfall die Zahl der Mitglieder gleich um zehn auf 117 erhöhte.
Die Zimmerstutzen haben sich 2015 an den Festzügen in Bad Staffelstein und Lichtenfels beteiligt und die Königsproklamation und das Königsessen im Schützenhaus der Scharfschützengesellschaft durchgeführt. Eine Besonderheit sei die im kleinen Kreis ausgerichtete Berger Kerwa gewesen, die man in diesem Jahr im größeren Maßstab veranstalten will.
Der Schützenmeister verwies auch noch auf die diesjährige Königsproklamation, die am 7. Mai um 19 Uhr im Schützenhaus der Kgl. Privil. Scharfschützengesellschaft stattfinden wird.


Sportlicher Rückblick

Der Dritte Schützenmeister Philipp Schmidtlein ging auf die sportlichen Ergebnisse ein. Beim Vereinsschießen mit dem Luftgewehr siegten jeweils bei den Herren und Senioren bei der Meisterscheibe Robert Herbst und Hubert Otte, bei der Glücksscheibe Margarita Behm und Hubert Otte, bei der Punktscheibe Robert Herbst und Rudolf Großmann. Mit der Luftpistole gewann Matthias Heft das Schießen auf die Meisterscheibe und Robert Herbst auf die Glücksscheibe. Bei den Rundenwettkämpfen 2014/2015 belegte die Mannschaft einen 4. Platz. Bei der Vereinsmeisterschaft setzte sich Waltraud Roth an die Spitze, gefolgt von Ingrid Hollfelder und Gert Kraus. Im Rahmen des Hauptschießens gab Mihaly Végsö den besten Schuss auf die Königsscheibe ab und errang damit die Königswürde. Das Traditionsschießen mit dem Traditionszimmerstutzen sah Robert Herbst erfolgreich.
Die Damenleiterin Helga Knöferl hob in ihrem Bericht vor allem das Königsschießen hervor, bei dem sich als Königshaus Gisela Minsch (Königin), Ruth Hofmann (1. Ritterin) und Waltraud Roth (2. Ritterin) ergab.
Lisa Eisenwiener und Karsten Busch informierten zum Schluss über das umfangreiche Programm der Berger Kerwa, die am Freitag, 22. Juli, mit einem Rockabend für die Jugend mit drei Lichtenfelser Bands startet. Am Samstag wird die Kerwa offiziell mit dem Bieranstich eröffnet, wobei das Jedermannschießen am Nachmittag beginnt, während am Abend die Band PartyFranken für Stimmung sorgen wird. Am Sonntag schließt sich an den Gottesdienst mit Fahrzeugsegnung ein Weißwurstfrühschoppen an und am Nachmittag findet ein Konzert in der Jakobus-Kapelle statt und für die musikalische Unterhaltung wird der Alleinunterhalter Peter Hofmann sorgen. Am Montag schließt sich an den Gottesdienst für verstorbene Mitglieder die Preisverteilung des Schießens unter der musikalischen Begleitung von Steffen Wöhner an.


Schlüssiges Konzept

In der Diskussion zur Organisation der Kerwa meldete sich eine kritische Stimme, die auf das finanzielle Risiko bei schlechtem Wetter hinwies. Der frühere langjährige Schützenmeister Uwe Hollfelder fand es dagegen gut, dass die Zimmerstutzen die traditionelle Berger Kerwa fortsetzen wollen, zumal sie ein schlüssiges Konzept hätten. "Die Berger Kerwa darf nicht sterben", betonte er mit Nachdruck. Alfred Thieret


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