Coburg

Toller Offensivfußball trotz Hitze

Fussball-Landesliga Nordwest  Der FC Coburg zeigte beim 3:1-Heimsieg gegen den TSV Abtswind seine bisher beste Saisonleistung. Vorne wurde intensiv gepresst, und hinten schnappte die Abseitsfalle 13 Mal zu. Die Zuschauerzahlen steigen.
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Gleich gegen vier Abtswinder Spieler nahm es in dieser Szene Coburgs Kapitän Eric Heinze auf. Der Mittelfeldspieler war nicht nur nach Meinung des Gästetrainers der beste Mann auf dem Platz. Fotos: Albert Höchstädter
Gleich gegen vier Abtswinder Spieler nahm es in dieser Szene Coburgs Kapitän Eric Heinze auf. Der Mittelfeldspieler war nicht nur nach Meinung des Gästetrainers der beste Mann auf dem Platz. Fotos: Albert Höchstädter
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von unserem Mitarbeiter Hans Haberzettl

Coburg — "Die Coburger erwiesen sich als die eindeutig bessere Mannschaft, weil sie mehr investiert haben. Da gibt es für mich nur einen Sieger, und der heißt Coburg. Was ihr Regisseur Erik Heinze leistete, war phänomenal", so lautete das Fazit von Thorsten Götzelmann nach dem hochverdienten 3:1-Erfolg des FC Coburg gegen seinen TSV Abtswind.
Bei glühender Hitze, wegen der der souverän leitende Schiedsrichter Manuel Doneff aus Kuhnreuth den Akteuren zwei Trinkpausen verordnete, spielten die Hausherren tatsächlich auf dem gepflegten Rasen des Dr.-Stocke-Stdions groß auf. Die Zuschauer waren von diesem Auftritt begeistert.
Die Vestestädter, die nach ihrer unglücklichen 1:2-Niederlage am Mittwoch in Kitzingen, hoch motiviert zu Werke gingen, hielten fast alle Trumpfkarten in ihren Händen. Ihre Viererkette stand hoch und ließ die Tee-Kicker aus dem 400-Seelen-Ort nahe Geiselwind nicht weniger als 13 Mal in ihre gut funktionierende Abseitsfalle tappen.
Die Hausherren verzeichneten zudem ein Plus in den Standards sowie in punkto Zweikampfstärke und strahlten bei Ballbesitz mehr Ruhe aus. Bei den Unterfranken war dagegen von gepflegter Spielkultur, mit der sie sich in der vergangenen Serie auf Rang drei der Tabelle katapultierten, wenig zu sehen.
Durch schlechte Raumaufteilung, mangelnde Feinabstimmung und Fehlpässe brachten sie sich in Schwierigkeiten. Allerdings war der Druck des FCC von Anfang an groß. Bereits nach sechs Minuten hatten die Platzherren dreimal gefährlich auf das TSV-Tor geschossen.
"Wir wollen durch unsere forsche Spielweise die Fans im Raum Coburg neugierig machen", so eine Zielsetzung von Christoph Böger. Und dieses Rezept des Trainers scheint derzeit Früchte zu tragen. Die in den vergangenen Jahren in den Keller gesunkenen Zuschauerzahlen beginnen wieder zu steigen.
Der FCC kombinierte bei seinem dritten Heimsieg von Beginn an gefällig und erarbeitete sich aus der zweiten Reihe einige Chancen, die beim konzeptlosen Widersacher Wirkung hinterließen. Bereits in der 9. Minute klingelte es im Kasten des TSV. Nach einer gut getimten Flanke von Sertan Sener köpfte der von Daniel Sam hart bedrängte Abwehrrecke Przemyslaw Szuszkiewicz das Leder zum 1:0 ins eigene Netz.
Dieser Gegentreffer erweckte kurzfristig Lebensgeister bei den Gästen, bei denen Routinier Albert Fischer zweimal in aussichtsreicher Position sein Visier schlecht eingestellt hatte. Ab der 25. Minute dominierten die Gastgeber eindeutig und hätten bis zum Seitenwechsel für klare Verhältnisse sorgen können. Torhüter Florian Warschecha parierte gegen Christian Beetz (42.) mit einem tollen Reflex. Nach dem Pausentee änderte sich an den Kräfteverhältnissen wenig. Sam (51.) krönte seine engagierte Vorstellung nach einem Zuckerpass von Leo Scheler mit einem Gewaltschuss aus vollem Lauf zum vorentscheidenden 2:0 genau in den Winkel.
Den Sack endgültig zu machte Lukas Mosert (75.). Nachdem Sam mit einem Lupfer Aluminium anvisiert hatte, staubte er zum 3:0 ab. Weitere glasklare Möglichkeiten wurden vergeben. Im Gefühl des sicheren Sieges lockerte Coburg seine Defensive, in der sich dreimal Lücken auftaten. Das wurde durch den kurz zuvor eingewechselten Constantin Paunescu (80.) bestraft, der aus kurzer Distanz zum 3:1-Endstand einschob.
"Wir sind mit der Leistung unserer Jungs sehr zufrieden. Jeder hat seine Aufgabe erfüllt", freute sich der Heimcoach. Auf seinen Abtswinder Kollegen Götzelmann könnten ungemütliche Zeiten zukommen.
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