Coburg

Tiere aus einer anderen Welt

Im Coburger Naturkundemuseum beginnt am 13. März die Sonderausstellung "Biodiversität in Entenhausen". Für Freunde der Familie Duck bietet sich die Gelegenh...
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Der Museumsleiter Carsten Ritzau zeigt den Schädel eines frühen "Duckmenschen".  Foto: Annika Seidel
Der Museumsleiter Carsten Ritzau zeigt den Schädel eines frühen "Duckmenschen". Foto: Annika Seidel
Im Coburger Naturkundemuseum beginnt am 13. März die Sonderausstellung "Biodiversität in Entenhausen". Für Freunde der Familie Duck bietet sich die Gelegenheit, die vielfältige Tierwelt dieser Parallelwelt aus wissenschaftlicher Sicht kennenzulernen.
Der "Rüsselschnurps" ist ein Tier, das sich nur sehr schwierig einordnen lässt. Es hat Hände und Füße zum Klettern, trägt ein Geweih auf dem Kopf und hat einen langen Saugrüssel. In der Wüste lebt die "Zweiaugenspinne". Fraglich ist bei ihr, wie viele Gliedmaßen sie besitzt. Denn ist sie erregt, kann sie ihre Beine von acht auf sechs reduzieren. Die Forscher sprechen in diesem Fall von einer "spontanen Polydaktylie", also der Mehrfingrigkeit. Der "Gurkenmurkser" - lateinisch Ciller gurcae - nervt die Bevölkerung wohl am meisten, denn er bohrt gerne Gurken an und vernichtet somit ganze Ernten.
"Das klingt alles ein bisschen schräg - und das ist es auch", sagt Museumsleiter Carsten Ritzau über die Ausstellung. Tatsächlich steckt dahinter aber ein ernsthafter Teil. Einige Forscher der Vereinigung D.O.N.A.L.D. haben sich mit den Tieren aus Entenhausen auseinandergesetzt und sie nach den Maßstäben unserer Natur wissenschaftlich beschrieben. Nur "mit einem Augenzwinkern", sagt Ritzau.
Das Naturkundemuseum in Bamberg hat die Ausstellung zusammengestellt und selbst eigene Präparate angefertigt, etwa den Schädel eines frühen "Duckmenschen" oder das versteinerte Skelett eines Urvogels, der vor 155 Millionen Jahren gelebt haben soll. Der Bildungsanspruch soll aber nicht vernachlässigt werden. Die Besucher erhalten gleichzeitig einen Einblick in die echte Welt der Zoologie.
Die Sonderausstellung beginnt am 13. März und ist bis zum 29. Mai täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Die nächste Sonderausstellung behandelt das Zusammenleben von Mensch und Hund. dob

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