Laden...
Coburg

Thomas Amberg ist neuer Vorsitzender

Coburg — "Evangelische Erwachsenenbildung ist nötig", betonte der scheidende Vorsitzende, Pfarrer Rolf Roßteuscher, in seinem Bericht bei der Mitgliederversammlung des Evangelische...
Artikel drucken Artikel einbetten
Preise für die Erwachsenenbildung nahmen Désirée Sommermann, Rainer Maier und Ilona Schiwatsch entgegen. Es gratulieren (hinten) Pfarrer Thomas Amberg und Pfarrer Rolf Roßteuscher.  Foto: Martin Koch
Preise für die Erwachsenenbildung nahmen Désirée Sommermann, Rainer Maier und Ilona Schiwatsch entgegen. Es gratulieren (hinten) Pfarrer Thomas Amberg und Pfarrer Rolf Roßteuscher. Foto: Martin Koch
+1 Bild
Coburg — "Evangelische Erwachsenenbildung ist nötig", betonte der scheidende Vorsitzende, Pfarrer Rolf Roßteuscher, in seinem Bericht bei der Mitgliederversammlung des Evangelischen Bildungswerkes im Dekanat Coburg (EBW). "Die Erwachsenenbildung ist Teil unseres christlichen Selbstverständnisses." Das EBW müsse und solle auch mitunter Positionen beziehen und Themen bearbeiten, die nicht jedem gefallen. Das EBW habe nicht den Anspruch, alles zu wissen und immer recht zu haben. "Das EBW hat aber den Anspruch, als Gesprächspartner ernstgenommen zu werden und als Stimme unserer Kirche in der Öffentlichkeit respektiert zu werden", fuhr Pfarrer Roßteuscher fort.

Gegen Geschichtsverfälschung

Pfarrer Dieter Stößlein, theologischer Referent im EBW, wies besonders auf die Pflege der Erinnerungskultur in Coburg hin. "Sie leistet gerade vor dem Hintergrund der Coburger Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert einen Beitrag gegen das Vergessen, gibt den Opfern von damals ihre Würde, hilft gegen Geschichtsverfälschung und ist eine wichtige Säule gegen Rechtsextremismus in einer lebendigen und wehrhaften Demokratie", sagte Stößlein. "Deshalb ist es eine Pflicht, öffentlich zu widersprechen, wenn braune Ideologie verharmlost, Geschichte glattgebügelt wird oder eine längst überwunden geglaubte Deutung von Geschichte zum Tragen kommt, der mehr an Verschleierung denn an Aufarbeitung gelegen war."
Weitere Themen in der theologischen Arbeit des EBW seien die Reformationsdekade im Vorfeld der 500-Jahr-Feier der Reformation im Jahr 2017 und der Interreligiöse Dialog. Stößlein wies etwa auf das Projekt "12 Künstler, 12 Orte, 12 Bibelworte" mit Stationen in Coburg, Gemünda und Schottenstein hin. Es gebe Exkursionsprogramme für Schulklassen in Coburg zum Thema Martin Luther und die Reformation, und ein Materialkoffer, ein "Lutherkoffer" für Gemeinden, Gruppen und Kreise sei in Arbeit. Mit dem "Friedensfest der Religionen" sei ein neues Veranstaltungsformat entstanden, das mittlerweile nicht nur Juden, Moslems und Christen, sondern auch Coburger Buddhisten vereine. Rolf Schilling, pädagogischer Leiter und EBW-Geschäftsführer, freute sich über den guten Zuspruch des gemeinsam mit dem EBW Kronach und Michelau angebotenen Familienprogramms. Allerdings sei es immer schwerer, Eltern zu erreichen.
Die Kirchengemeinden aus dem Dekanat Coburg engagierten sich besonders im Bereich der Erwachsenenbildung. Die Preise nahmen Désirée Sommermann für die Kirchengemeinde Wildenheid-Meilschnitz, Rainer Maier für die Johanneskirchengemeinde Hut/Wüstenahorn in Coburg und Ilona Schiwatsch für die Kirchengemeinde Großgarnstadt entgegen.
Bei den Neuwahlen wurde Pfarrer Thomas Amberg aus Grub am Forst zum neuen EBW-Vorsitzenden gewählt. Pfarrer Roßteuscher stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Christine Liebst bleibt die stellvertretende Vorsitzende. Beisitzer sind künftig Pfarrerin Kathrin Zagel-Busch, Stefan Kornherr, Hannelore Förster, Ulrich Bretschneider und der bisherige Vorsitzende Pfarrer Roßteuscher. mako
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren