Gemeinfeld

Theresia und Alos Merkle stehen seit 65 Jahren treu und lieb zueinander

Seit 65 eisern zusammen stehen Theresia und Alois Merkle. Nun feierten sie mit drei Kindern, neun Enkeln und neun Urenkeln ihre eiserne Hochzeit - ein selte...
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Seit 65 Jahren als Ehepaar vereint sind Theresia und Alois Merkle aus Gemeinfeld. Foto: Klemens Albert
Seit 65 Jahren als Ehepaar vereint sind Theresia und Alois Merkle aus Gemeinfeld. Foto: Klemens Albert
Seit 65 eisern zusammen stehen Theresia und Alois Merkle. Nun feierten sie mit drei Kindern, neun Enkeln und neun Urenkeln ihre eiserne Hochzeit - ein seltenes Ehejubiläum. Zu den zahlreichen Glückwünschenden gesellten sich stellvertretender Landrat Oskar Ebert und der Bürgermeister der Gemeinde Burgpreppach Hermann Niediek. Dieser äußerte anerkennend: "Was ihr geschafft habt, schaffen nicht viele." Und so übergab er den Jubelhochzeitern neben Glückwünschen "für die nächsten zehn Jahre" einstweilen mal einen Brotzeitkorb.
"Wie schafft man denn so eine lange Zeit miteinander" war die Frage des Tages, die viele Gratulanten stellten. Ihre Antwort war aus einem Munde: "Man muss halt auch mal nachgeben und den Partner respektieren. So gelingt's."
Das Jubelpaar kennt sich aus der Schulzeit, denn im heutigen Burgpreppacher Gemeindeteil Gemeinfeld gingen die beiden in das gleiche Schulhaus. Theresia erzählt, dass während und nach der Kriegszeit bisweilen etwa 70 Kinder in einer einzigen Klasse unterrichtet wurden.
Alois, Jahrgang 1924, musste in den Krieg, wo er in Albanien schwer verwundet wurde. So kam es, dass er bereits zum 1. April 1945 aus der Wehrmacht entlassen worden war.
1951 heirateten die beiden. Dass der November als Termin gewählt wurde, lag daran, dass die jungen Leute aus der Landwirtschaft kamen. Und damals galt: Wenn die Arbeit draußen fertig ist, dann könnt ihr heiraten.
Von nun an bewirtschafteten Resi und Alois den von den Eltern Agathe und August Merkle übernommenen Hof, Alois arbeitete auf dem Bau, dann bis zu seiner Verrentung in den Fränkischen Rohrwerken in Königsberg. Im Dorf waren die beiden Eheleute stets aktiv im Vereins- und kirchlichen Leben.
"Wir fühlen uns wohl", sind sich die Jubilare einig. Sie versorgen ihren Haushalt noch selbst, liebevoll unterstützt von ihren Kindern Rudi, Magdalena und Josef und deren Familien. Ihre älteste Tochter Gabriele starb vor Jahren bei einem Unglücksfall. Mittlerweile im hohen Alter haben die beiden die einst sehr geliebte Gartenarbeit weitgehend eingestellt. So bleibt ihnen ihre liebe Hündin Paula.

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