Haßfurt

Theresa Ott aus Rügheim schreibt über Barrierefreiheit im Tourismus

Zum Nachdenken regt die Bachelorarbeit von Theresa Ott, Studentin des Studiengangs Integrative Gesundheitsförderung an der Hochschule für angewandte Wissens...
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Theresa Ott (Zweite von rechts) übergab am Dienstag ein Exemplar ihrer Bachelorarbeit an Landrat Wilhelm Schneider (rechts). Auch Bürgermeister Günther Werner (links) und Susanne Volkheimer vom Tourismusverband Haßberge sowie Wolfgang Braun vom Bauamt Haßfurt (Mitte) sind neugierig auf die Forschungsergebnisse.  Foto: Moni Göhr
Theresa Ott (Zweite von rechts) übergab am Dienstag ein Exemplar ihrer Bachelorarbeit an Landrat Wilhelm Schneider (rechts). Auch Bürgermeister Günther Werner (links) und Susanne Volkheimer vom Tourismusverband Haßberge sowie Wolfgang Braun vom Bauamt Haßfurt (Mitte) sind neugierig auf die Forschungsergebnisse. Foto: Moni Göhr
Zum Nachdenken regt die Bachelorarbeit von Theresa Ott, Studentin des Studiengangs Integrative Gesundheitsförderung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg, an. In ihrer Bachelorarbeit untersucht die 22-Jährige aus dem Hofheimer Stadtteil Rügheim, wie es um die Barrierefreiheit für Menschen mit Beeinträchtigung im öffentlichen Raum und in der Tourismusbranche steht. Davon berichtet das Landratsamt in Haßfurt. Ein Exemplar übergab Theresa Ott am Dienstag im Beisein von Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Haßberge, und Wolfgang Braun vom Haßfurter Stadtbauamt an Landrat Wilhelm Schneider sowie an Haßfurts Bürgermeister Günther Werner.
Neben Personen, die blind, gehörlos oder auf einen Rollstuhl/Rollator angewiesen sind, spielt Barrierefreiheit für ältere Menschen oder Personen mit Kinderwagen eine große Rolle.
Für ihre Untersuchung hatte die Studentin ein Haßfurter Hotel und die Stadthalle analysierte sie mit Qualitätskriterien für Barrierefreiheit des bundesweiten Kennzeichnungssystems "Reisen für Alle".
Ihre Bilanz: Die Einrichtungen stehen gut da. Den Aufzug am Hintereingang der Stadthalle fand sie vorbildlich, auch die Rampe beim Hotel sei sehr hilfreich. "Schön auch, dass das Zimmer im Erdgeschoss für behinderte Menschen vorbehalten ist, so Theresa Ott.


Es gibt Nachbesserungsbedarf

Für Gehörlose und Blinde besteht dagegen Nachbesserungsbedarf. Das Angebot im kulturellen Bereich ließe sich erweitern, etwa durch Pantomimentheater oder Ausstellungen, die haptisch zu erfassen sind.
"Insgesamt gibt es in unserem Landkreis hinsichtlich der Barrierefreiheit für Personen mit einem Handicap noch viel zu tun", stellte Landrat Wilhelm Schneider fest. "Aber es läuft an, wir sind dabei vieles zu verbessern." Mit dem Kommunalen Investitionsprogramm ("Kip") würde energetische Sanierung kommunaler Gebäude und Einrichtungen sowie barrierefreies Bauen gefördert. Auch der Landkreis, die Kommunen und die Stadt Haßfurt haben sich für dieses Sonderförderprogramm des Bundes beworben (Umbau Landratsamt/Rathaus Haßfurt).
Beim Nahverkehrskonzept nehme der Landkreis außerdem alle Bushaltestellen unter die Lupe. Ziel sei, eine Prioritätenliste für den barrierefreien Ausbau von Haltestellen auszuarbeiten. Der Tourismusverband Haßberge unternahm erste Schritte in Richtung Barrierefreiheit und wurde aufgenommen als Pilotdestination bei der Kennzeichnungseinführung für Barrierefreiheit "Reisen für Alle" in Bayern.
Theresa Ott ist 22 Jahre alt und wohnt in Rügheim. Nach dem Besuch der Grundschule Hofheim wechselte sie 2004 an das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt, das sie 2012 mit dem Abitur abschloss. Danach studierte sie Integrative Gesundheitsförderung in Coburg an der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Seit Februar 2016 ist sie als Marketingassistentin in der Therme Natur Bad Rodach tätig.
Barrierefreiheit bedeutet, dass Gebäude und Orte, aber auch Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote so gestaltet werden, dass sie allen Menschen zugänglich sind. Auch Menschen mit Behinderung sollen sie also ohne besondere Erschwernis und ohne Hilfe benutzen können. red


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