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Kulmbach

Täter macht sich buchstäblich vom Acker

Er wusste ganz genau, dass er längst keinen Führerschein mehr besitzt. Trotzdem fuhr ein 28-jähriger gebürtiger Bayreuther, der in der JVA Hof sitzt, immer ...
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Er wusste ganz genau, dass er längst keinen Führerschein mehr besitzt. Trotzdem fuhr ein 28-jähriger gebürtiger Bayreuther, der in der JVA Hof sitzt, immer wieder mit Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen vor allem im Raum Himmelkron herum.
Einmal entwendete er dazu sogar das Kleinkraftrad seines Stiefbruders und anderes Mal baute er einen Unfall mit erheblichem Sachschaden. Wegen Fahrens ohne Führerschein, Diebstahl und Unfallfallflucht verurteilte ihn das Kulmbacher Amtsgericht deshalb zu neun Monaten ohne Bewährung. Außerdem darf der Angeklagte vor dem Ablauf von einem Jahr keinen neuen Führerschein beantragen.
Den Vogel schoss der gelernte Karosseriebauer am 15. Juni des vergangenen Jahres frühmorgens um 2.35 Uhr ab. Mit einer Bekannten hatte er sich an der Tankstelle in Himmelkron getroffen. Dort tranken beide so lange Alkohol, bis keiner von beiden mehr fahrtüchtig war. Trotzdem setzte sich der Angeklagte ans Steuer des Wagens, der der Mutter der Bekannten gehörte, und wollte versuchen, über Feldwege nach Bad Berneck zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte eine Streife der Polizei längst Wind von den beiden bekommen. Als die beiden losfahren wollten, gab sich die Polizei zu erkennen.
Doch statt zu halten, fuhr der Angeklagte in Richtung Lanzendorf davon. Weit kam er allerdings nicht. Der Angeklagte geriet ins Schleudern, rammte einen Leitpfosten und kam im Feld zu stehen.
Während die Frau ins Krankenhaus gebracht wurde, hatte sich der Angeklagte buchstäblich vom Acker gemacht. Der Schaden am Auto betrug rund 2500 Euro, der am Pfosten immerhin noch 50 Euro. "Das war alles eine riesengroße Dummheit", sagte der Täter vor Gericht. Auf dem Schaden am Auto sei man sowieso sitzen geblieben, weil die Versicherung erwartungsgemäß nichts bezahlt hatte, ergänzte die Bekannte.
Nur zwei Tage später hatte der Angeklagte das Kleinkraftrad seines Stiefbruders entwendet und war damit in Himmelkron herumgefahren. Da habe er sich nichts dabei gedacht, sagte der Mann. Er habe nur mal eine Runde drehen wollen, doch als er kurz darauf über Facebook mitbekam, dass der Stiefbruder das Gefährt bereits als gestohlen gemeldet hatte, bekam er kalte Füße und stellte das Kleinkraftrad an einer Bushaltestelle ab.
Schließlich soll der Angeklagte wenige Tage danach auch noch in Trebgast am Steuer eines Golfs gesehen worden sein, was allerdings nicht mehr so recht geklärt werden konnte.

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