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Pommersfelden

Streit um die Schlosskapelle in Pommersfelden artet aus

Pommersfelden — Nach vielen Monaten des Streits mit der Katholischen Kirchenstiftung Pommersfelden sieht sich die Gemeinnützige Stiftung Schloss Weissenstein gezwungen, den Nutzung...
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Pommersfelden — Nach vielen Monaten des Streits mit der Katholischen Kirchenstiftung Pommersfelden sieht sich die Gemeinnützige Stiftung Schloss Weissenstein gezwungen, den Nutzungsvertrag für die Schlosskapelle zu kündigen. So heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung der Gemeinnützigen Stiftung Schloss Weissenstein.

Keine gütliche Einigung

Der Nutzungsvertrag für die Schlosskapelle zwischen der Gemeinnützigen Stiftung Schloss Weissenstein und der Filialkirchenstiftung Pommersfelden soll demnach aufgelöst werden. Dieser Entscheidung gehen laut der Mitteilung monatelange Diskussionen und Briefwechsel voraus, die zu keiner gütlichen Einigung führten.

Kirchenpfleger legten Amt nieder

Der Auslöser für diese Situation liege im Jahr 2013, als die damaligen Kirchenpfleger aus persönlichen Gründen ihr Amt beendeten. Dieses sei in der Folge nicht mehr besetzt worden, somit sei die Reinigung und Pflege der Kapelle nicht mehr gewährleistet gewesen, schreibt die Schloss-Stiftung.
"Da die Schlosskirche als denkmalgeschütztes Gebäude besonderer Instandhaltung bedarf, bat die Schlossverwaltung die Kirchenstiftung um entsprechende Maßnahmen, zu denen diese vertraglich auch verpflichtet ist. Dieser Aufforderung wurde erst nach vier Monaten durch die Einstellung einer Reinigungskraft teilweise nachgegangen. Der pflegerische Unterhalt wurde aber weiterhin vernachlässigt", heißt es in dem Schreiben weiter.
Aufgrund dieser Umstände habe sich die Schloss-Stiftung gezwungen gesehen, eine Hausordnung zu erstellen, die neben der Reinigung, Pflege und Belüftung der Kapelle auch für den Denkmalschutz notwendige Maßnahmen beinhaltet. "Die dabei entstandenen Streitpunkte konnten leider in keinem der von der Stiftung herbeigeführten Gespräche geklärt werden."
Auch eine von der Stiftung gewünschte Aussprache unter Einschaltung des Erzbistums Bamberg, führte laut Pressemitteilung zu keiner Einigung. Persönliche Gesprächstermine zwischen dem Vorstand der Stiftung und der Pfarrei seien von Seiten der Kirche kurzfristig abgesagt worden.
Paul Graf von Schönborn-Wiesentheid zeige sich nach wie vor kooperationsbereit, sei aber als Vorstand der Gemeinnützigen Stiftung von Schloss Weissenstein für die Sicherheit und den Schutz dieses denkmalgeschützten Bauwerkes verantwortlich und müsse diese Entscheidungen im Interesse der Stiftung treffen.

Katholische Messen noch möglich

Künftig könnten "selbstverständlich weiterhin katholische Messen abgehalten werden und die Gemeinnützige Stiftung Schloss Weissenstein steht diesen sehr positiv gegenüber, jedoch nicht mehr unter Leitung der Katholischen Filialkirchenstiftung Pommersfelden". red

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