Rannungen

Streit über die Sanitäranlagen im neuen Dorfzentrum

Die Um- und Neugestaltung des Schul- und Kirchhofs als "neues Dorfzentrum" stand im Mittelpunkt der Rannunger Gemeinderatssitzung. Angrenzend an den Spielpl...
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Die Um- und Neugestaltung des Schul- und Kirchhofs als "neues Dorfzentrum" stand im Mittelpunkt der Rannunger Gemeinderatssitzung. Angrenzend an den Spielplatz, ist dort ein neues Mehrzweckgebäude für die Dorfgemeinschaft geplant.


Fränkischer Landhausstil

Hier sollen neben einem Schankraum und Sanitäranlagen für Veranstaltungen auch zwei Räume mit Küche für den Jugendtreff zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Architekt Johannes Hahn (Architekturbüro Hahn, Bad Kissingen) soll das Gebäude einen Scheunencharakter nach fränkischem Landhausstil, mit einem Vordach aus Biberschwanzschiefer, haben. Damit soll sich das Gebäude nicht nur funktional, sondern auch optisch möglichst gut in die Örtlichkeit eingliedern.


Separates oder Behinderten-WC

Streitpunkt waren die Sanitäranlagen. Hier wurde von Gemeinderat Harald Klopf (Bürgerliste) ein separates WC für den Jugendtreff angeregt. Werner Keller (Bürgerliste) befand die geplanten zentralen Sanitäranlagen für hinreichend, plädierte jedoch für die Einrichtung eines Behinderten-WC in der neuen Örtlichkeit. Es wurde auch angeregt, dem Jugendtreff ein bis zwei Räume im alten Rathaus zur Verfügung zu stellen, anstatt diesen im Neubau zu integrieren. In dem Zusammenhang plädierte Franz Wolf (CSU) für eine Verkleinerung des Gebäudes von derzeit geplanten 18 auf zehn Meter und dafür, "die Jugend unters Dach" zu verlegen. Wenigstens beim Behinderten-WC herrschte Einigkeit unter den Gemeinderäten.


198 000 Euro Baukosten

Nach dem jetzigen Planungsstand belaufen sich die Baukosten auf rund 198 000 Euro, die teilweise aus ELER-(Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums-)Fördermitteln bestritten werden sollen. "Das ist kein kleines Hüttchen", stellte Architekt Hahn klar. Der Bauantrag wurde mit drei Gegenstimmen angenommen.
Ein weiterer Punkt war die Neukonzeptionierung bzw. Sanierung der gemeindlichen Wasserversorgung. Hier strebt die Gemeinde langfristig den Bau eines Wasserspeichers für regenarme Zeiten an. Sybille Büttner (Bürgerliste) verwies darauf, die Kosten für die anfallenden "Verbesserungsbeiträge" auf alle Grundstückseigner und nicht nur über die Verbraucher zu verteilen. Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU/FW) machte den Anwesenden klar, dass dieses Projekt einiges an Investitionskosten mit sich bringt, die sich aber langfristig bezahlt machen.


Bushaltestelle verlegt

Im Zuge der Umgestaltung des "neuen Dorfzentrums" soll ab Anfang März für die Dauer von zwei Wochen die Bushaltestelle für die Linie 8151 von Maßbach nach Bad Kissingen probehalber vom jetzigen Standort am Pfarrhaus an die Raiffeisenstraße verlegt werden. Nach Ablauf der Probephase soll über den endgültigen Standort entschieden werden.


Neues Elektroauto für Gemeinde

Ab dem 20. Februar steht der Gemeindeverwaltung ein neues E-Auto auf Probe zur Verfügung. "Es handele sich dabei nicht um einen Tesla", versicherte Zehner.
Vielmehr ist das vom Bayernwerk gesponserte Fahrzeug ein Kleinwagen "Renault Zoe". Das Auto soll auch den Gemeinderäten für Dienstfahrten zur Verfügung stehen.
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