Burgkunstadt

Stenografenverein ist nach 64 Jahren Geschichte

Die Auflösung des Stenografenvereins 1952 beschlossen die Mitglieder in einer außerordentlichen Hauptversammlung. Vorsitzende Gertrud Löffler erinnerte an d...
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Susi Kraus, Gertrud Löffler und Bürgermeisterin Christine Frieß (von links) bei der Übergabe des Vereinsvermögens Foto: Margit Baier
Susi Kraus, Gertrud Löffler und Bürgermeisterin Christine Frieß (von links) bei der Übergabe des Vereinsvermögens Foto: Margit Baier
Die Auflösung des Stenografenvereins 1952 beschlossen die Mitglieder in einer außerordentlichen Hauptversammlung. Vorsitzende Gertrud Löffler erinnerte an die Blütezeit mit bis zu 200 Mitgliedern, in der man auch große Bälle in der Stadthalle gefeiert habe. Damals hätten alle Büroangestellten Steno lernen müssen.
Gertrud Löffler blickte auch auf die Erfolge bei vielen Wettbewerben zurück. Mit Ute Ischons habe der Verein sogar eine Weltmeisterin in ihren Reihen gehabt. "Es ist bedauerlich, dass unser Verein aufgelöst wird. 1992 waren es noch 68 Mitglieder, momentan sind es nur noch 45", sagte sie zu den 19 anwesenden Personen.
In den Schulen sei Stenografie lange Zeit ein Prüfungsfach gewesen. Doch mit dem Einzug des Computers sei eine neue Zeit angebrochen. Steno sei nicht mehr so gefragt und nicht mehr zeitgemäß. Professor Manfred Spitzer, Jahrgang 1958, war da anderer Meinung: "Ein Experiment zeigt, dass Lernen, das mit Bewegung unterstützt wird, leichter abläuft, als Lernen nur durch Anschauung."
In der Satzung steht, dass mindestens die Hälfte der Mitglieder schriftlich einen Antrag auf Auflösung des Vereins stellen muss. Dieser Antrag war im Sommer verschickt worden. Die Mehrheit der Mitglieder erteilten die Zustimmung. Löffler: "Heute muss noch einmal abgestimmt werden. Drei Viertel der anwesenden Mitglieder müssen der Auflösung zustimmen." Das folgte dann auch.


6000 Euro für die Schule

Die Satzung besagt weiter, dass das verbleibende Vermögen der Stadt für Zwecke der Grundschule übergeben werden soll. "Wir sind immer sehr sparsam mit unserem Geld umgegangen und können heute unserer Grundschule 6000 Euro spenden", so Löffler. Das Geld sei in der Bücherei gut angelegt.
Bürgermeisterin Christine Frieß bedauerte die Vereinsauflösung und dankte Gertrud Löffler für ihr Engagement.
Die übergab die 6000 Euro an die Bürgermeisterin und an Rektorin Susi Kraus. Man verständigte sich darauf, die Osterwanderung und die Weihnachtsfeier beizubehalten. mb


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