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Bamberg

Stadtmarketing will in Sachen Lange Straße mobil machen

Bamberg — Der Stadtmarketing-Verein positioniert sich und warnt: "Wir brauchen nicht weniger, wir brauchen mehr Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt, um gegenüber dem wachsenden On...
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Bamberg — Der Stadtmarketing-Verein positioniert sich und warnt: "Wir brauchen nicht weniger, wir brauchen mehr Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt, um gegenüber dem wachsenden Onlinehandel und moderner Einkaufszentren zu bestehen." Das sagt Citymanager Klaus Stieringer im Hinblick auf das diskutierte Vorhaben, Kurzzeitstellplätze in der Langen Straße aufzulassen.
"Für das Stadtmarketing Bamberg hat die Sicherung der Erreichbarkeit der Innenstadt und der Erhalt von Parkplätzen absolute Priorität." Stadtmarketing hat für diese Haltung auch Unterstützung von der IHK erfahren, weshalb Stieringer "überrascht und verärgert" ist über den aktuellen Vorstoß, die Kurzzeitparkplätze in der Langen Straße aufzulösen. Er warnt: "Einen weiteren Verkehrsversuch wird die Lange Straße mit ihren Fachgeschäften wie dem City-Markt, der Confiserie Storath und dem Reisebüro Schiele nicht überstehen." Mit scharfen Worten kritisiert auch der Vorsitzende von Stadtmarketing, Alfons Distler, das aktuelle Verkehrskonzept. "Es ist immer leicht, Vorschläge zu machen, wenn man für die Konsequenzen seiner Ideen und Handlungen nicht persönlich die Verantwortung übernehmen muss."

"Keine weiteren Experimente"

Prominente Unterstützung erhalten Stadtmarketing und die IG Lange Straße nach eigenen Aussagen vom größten CSU-Ortsverband, dem OV Mitte, und dessen Vorsitzenden Stefan Kuhn. "Mit uns wird es keine weiteren Verkehrsexperimente mehr in der Langen Straße auf Kosten der Innenstadt geben", so Kuhn. Er unterstützt damit ausdrücklich den Sprecher der Interessensgemeinschaft Langen Straße, Pius Schiele, der den Ideen einer Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 20 und der geplanten Auflösung der restlichen Parkplätze eine klare Absage erteilt hat.
Schiele kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Vorgehensweise der Initiatoren. "Ich hätte mir gewünscht, dass im Vorfeld von neuen Verkehrsexperimenten in der Langen Straße zuerst mit den Unternehmen und Anwohnern das Gespräch gesucht wird." Auch die Mittelstandsunion Bamberg habe sich gegenüber dem Vorsitzenden der IG von den Verkehrsplanungen distanziert.
Der Sprecher der IG Lange Straße erinnert an die katastrophalen Folgen des letzten Verkehrsversuches. "Die Sperrung der Langen Straße an vier Samstagen hatte nur einen Verlierer, die Geschäfte der Innenstadt", so Schiele. Stadtmarketing und IG Lange Straße kündigen scharfen Widerstand an, soweit die Politik an den vorgestellten Plänen festhalten will.

Infoveranstaltung geplant

Gemeinsam mit der IG Lange Straße und weiteren Wirtschaftsverbänden plant der Stadtmarketing-Verein eine Informationsveranstaltung, um auf die Bedürfnisse der regionalen Unternehmen hinzuweisen. "Wir müssen aufpassen, dass die Lange Straße nicht zum Opfer einer verfehlten Verkehrspolitik wird", warnt der Citymanager. "Eine Aufwertung der Langen Straße kann nur mit und nicht gegen die Unternehmen in der Langen Straße erfolgen", so Klaus Stieringer weiter. red


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