Bamberg

Stadt prüft offene Ganztagsschule an Grundschulen

Bamberg — Die Vereinbarung zwischen der bayerischen Staatsregierung und den kommunalen Spitzenverbänden zur Verbesserung des schulischen Ganztagsangebots nimmt die Stadt Bamberg zu...
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Bamberg — Die Vereinbarung zwischen der bayerischen Staatsregierung und den kommunalen Spitzenverbänden zur Verbesserung des schulischen Ganztagsangebots nimmt die Stadt Bamberg zum Anlass, die Auswirkungen einer Einführung der offenen Ganztagsschule an den Grundschulen im Stadtgebiet zu prüfen.

Gemeinsames Angebot

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), der als Präsidiumsmitglied des bayerischen Städtetags an den Gesprächen beteiligt war, hat dazu den Referenten für Bildung, Kultur und Sport, Bürgermeister Christian Lange (CSU), gebeten, die Auswirkungen der Vereinbarung auf die Bamberger Schullandschaft zu untersuchen, teilt die Rathauspressestelle mit. "Nach dem Entwurf der Staatsregierung und der kommunalen Spitzenverbände sollen zukünftig Schule, Jugendhilfe und Betreuungsangebote zu einem gemeinsamen schulischen Angebot vereinheitlicht werden, das auch die Ferien umfasst", erläutert Lange.
Lange weiter: "Bereits zum Schuljahr 2015/16 soll das neue Konzept erprobt werden. Wir werden genau prüfen, ob und wo die Beteiligung an der Erprobungsphase Sinn macht und welche Kosten damit verbunden wären."

"Gebunden" oder "offen"

Bislang gibt es in Bamberg im Bereich der Grundschulen nur die gebundene Ganztagsschule - und zwar an der Gangolfschule. "Gebunden" heißt in diesem Fall, dass alle Schülerinnen und Schüler einen geordneten Tagesablauf mit festem Stundenplan am Vor- und Nachmittag haben. Das "offene" Konzept richtet sich hingegen nur an diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nach dem planmäßigen Unterricht am Vormittag das Ganztagesangebot nutzen wollen.

Planungssicherheit

Nach den Plänen des Kultusministeriums können künftig die bestehenden unterschiedlichen Angebote an Mittags- und Nachmittagsbetreuung sowie die Jugendsozialarbeit an den einzelnen Grundschulen vereinheitlicht werden, so dass für die Eltern Planungssicherheit sowohl für Schul- und Ferienzeiten als auch Randzeiten besteht.
"Insgesamt geht es darum, dass an allen Grundschulen künftig ein einheitliches Angebot bereitgestellt werden soll - nicht nur was die Betreuung selbst betrifft, sondern auch die Zeiten, in denen diese angeboten wird. Inwiefern und in welchem Umfang dadurch Mehrkosten auf die Stadt Bamberg als Sachaufwandsträger der Grundschulen zukämen, müssen wir nun genau untersuchen", betont Lange.

Staatssekretär eingeladen

Um die möglichen Auswirkungen des neuen Konzepts weiter zu diskutieren, hat Bürgermeister Christian Lange den Staatssekretär im Kultusministerium, Georg Eisenreich (CSU), zu einem Austausch ins Rathaus eingeladen. red

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