Kronach
Ausrichtung 

Stadt plant grünes Trauzimmer

In einer Ausschusssitzung zog Tourismusleiterin Kerstin Löw Bilanz. Zudem gab sie über Ziele Auskunft.
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Auf diesem Terrain der Bastion III der Festung Rosenberg sollen zukünftig Trauungen im Freien stattfinden. Foto: K.- H. Hofmann
Auf diesem Terrain der Bastion III der Festung Rosenberg sollen zukünftig Trauungen im Freien stattfinden. Foto: K.- H. Hofmann
Karl-Heinz Hofmann

Im Bereich der Trauungen und Hochzeitsfeiern erfreut sich die Festung größerer Nachfrage. Dies teilte Tourismuschefin Kerstin Löw am Montag in der Sitzung des Tourismus-, Stadtmarketing- und Sozialausschusses mit. Weil auch schon Anregungen und Nachfragen für Trauungen im Freien kamen, überlegt man in der Verwaltung, den heiratswilligen Liebespaaren auch diesen Wunsch zu erfüllen und ein Trauungszimmer im Grünen in der idyllisch und romantisch wirkenden Bastion III auf der Festungsanlage einzurichten.
Löw zog zudem eine erfreuliche Zwischenbilanz für das Jahr 2015. Der Hauptteil der Aktivitäten war dabei auf Veranstaltungen rund um das Cranach-Jahr 2015 ausgerichtet. Als erfreulich bezeichnete sie die beachtliche Steigerung der Besuchszahlen auf der Festung Rosenberg bis Ende Oktober auf 39 622 (2014: 32 758). Mit dem höheren Besucheraufkommen habe man vor allem auch die Kernzielgruppe, nämlich kunstinteressierte Kulturtouristen, erreicht. Als Highlights im Lucas-Cranach-Jahr hob sie "Kronach Stadt des Vaters", die Schaufensteraktion "Cranach kommt in die Obere Stadt" sowie "Der Weimarer Cranach- Altar in Klang-Bildern" hervor. Als Anziehungsmagnet erwies sich auch das Historische Stadtspektakel. Weiter blickte sie auf Veranstaltungshighlights wie "Neue Ufer" mit 14 Konzertveranstaltungen auf der Seebühne am LGS-Gelände, die "Faust-Festspiele", die ja von nun an "Rosenberg-Festspiele" heißen, und die Sandsteinwerkstatt, die deutschlandweit Interesse findet.


Kooperation in China

Laut Löw können sich auch die international geknüpften Verbindungen sehen lassen. Dabei hob sie besonders die Kooperation mit dem chinesischen Partner in Kaiyuan hervor, wo man eine gemeinsame Briefmarke und die Einrichtung einer Künstlerwerkstatt plane. Highlights in 2016 werden mit den Rosenberg-Festspielen und der interaktiven Kinderausstellung Pop Up Cranach erwartet.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) kommentierte den Bericht als ein Feuerwerk an Möglichkeiten und attraktiven Angeboten in der Stadt. Heinz Hausmann (CSU) sah gar Kronach als vorbildlich in seinen Aktivitäten und Angeboten. Es gebe in Oberfranken kein Mittelzentrum, das so viel an Kunst und Kulturangeboten und auch Sehenswürdigkeiten zu bieten habe. Hausmann sah aber auch noch Luft in der Kooperation mit Städten und Gemeinden im Landkreis Kronach. Die vielen Sehenswürdigkeiten und Museen gelte es zusammenzufassen. Winfried Lebok (CSU) wünschte sich in Kronach ein Vier-Sterne-Hotel, in dem auch Omnibusgruppen unterkommen können. Eine Perspektive hierfür könnte in zentraler Stadtlage kommen, sagte der Bürgermeister, der aber nicht konkreter werden wollte. Marina Schmitt (SPD) regte an zu überlegen, ob man nicht durch Sonderaktionen und Sonderpreise mehr Besucher in die Stadt locken könnte. Wenn Höhepunkte mal nicht so gut besucht seien, könnte dies durchaus auch ein Preisproblem sein. Von einer tollen Aktion sprach Jens Schick (FW) im Zuge der Schaufensterbilder in der Oberen Stadt, dem sich auch Barbara Bayer (FW) anschloss. Martina Zwosta (FL) zeigte sich erstaunt über die Vielfalt an touristischen und kulturellen Angeboten. Sven Schuster (SPD) sah die Aktivitäten als sehr positiv, vor allem auch, was die Arbeitskreise anbelangt. Der Kulturtourismus sei in Ordnung, aber man müsse noch stärker auch auf Wanderer schauen. Hier könnten regionale Kooperationen ausgebaut werden.
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