Blaich
Benefizaktion 

Stabführer und Stäbchen

Das Konzert des MGF-Projektchors und der Gruppe Praystation gehört seit Jahren zur Vorweihnachtszeit. Diesmal machten die Jugendlichen Werbung für Stammzellenspenden.
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Philipp Roth leitete auch in diesem Jahr versiert den Benefiz-Projektchor, der sich aus ehemaligen und aktuellen Schülern der beiden Kulmbacher Gymnasien zusammensetzt. Fotos: Sonny Adam
Philipp Roth leitete auch in diesem Jahr versiert den Benefiz-Projektchor, der sich aus ehemaligen und aktuellen Schülern der beiden Kulmbacher Gymnasien zusammensetzt. Fotos: Sonny Adam
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"Stäbchen rein - Spender sein". Eigentlich ist es ganz einfach, sich als Stammzellenspender zur Verfügung zu stellen. Das war die Botschaft, die Lucas Gröbel, Lukas Roth und Kilian Pistor beim Benefizkonzert des MGF-Projektchors und der Gruppe Praystation in der Auferstehungskirche vermitteln wollten.
Man muss sich "nur" bei der Deutschen Knochenmarkspendedatei (DKMS) registrieren lassen und ein Stäbchen in den Mund stecken, schon ist man registriert. Wer in Deutschland lebt, zwischen 17 und 55 Jahre alt ist und keine chronischen Erkrankungen hat, kommt als Knochenmarkspender infrage.


"Keine große Sache"

Für die Empfänger - meist Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind - ist eine Stammzellenspende oft die einzige Chance, zu überleben. "Es ist eigentlich gar keine große Sache. Ich habe auch gespendet", erzählte Kilian Pistor und versuchte, den vielen Konzertbesuchern, Mut zu machen, ebenfalls den Schritt zu tun und damit möglicherweise Leben zu retten.
"Wenn junge Leute sich sozial engagieren, dann ist das unterstützenswert", freute sich Hermann Thamm, Pfarrer an der Auferstehungskirche. "Das Benefizkonzert findet jetzt schon zum vierten Mal statt. Es gehört zu Weihnachten wie die Mitternachtsmesse und die Gans", dankte auch Schulleiter Horst Pfadenhauer allen Mitwirkenden.


Live-DVD geplant

Lukas Roth hat nach seinem Abitur am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium den Kontakt zu den Musikbegeisterten gehalten und leitete den Projektchor mit Noch-Schülern und Ehemaligen beider Gymnasien äußerst versiert. "Nur mit einer Weihnachts-CD hat es in diesem Jahr nicht geklappt", sagte Roth. Denn die Sännger würden längst nicht mehr alle in Kulmbach leben, sondern in Karlsruhe oder Heidelberg.
"Aber wir verkaufen einfach die CD der letzten Jahre. Und eine Live-DVD machen wir auch wieder", versprach der Dirigent und hoffte, dass für die DKMS ein beachtlicher Betrag zusammenkomme werde.
Das Programm, das Band und Chor boten, konnte sich hören lassen. Die Palette reichte von Klassikern wie "Mary did you know" über "He ist Yahweh" bis hin zur südafrikanischen Hymne "Syahamba". Auch mit "Adeste fidelis", dargeboten in verschiedenen Sprachen, mit "Fix you", "Scandale of Grace" oder "Wind" begeisterten Band und Chor das Publikum.
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